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Reportagen & Analysen

 

China: Texte

Ostwind gegen Westwind

November 2019

Die »Belt and Road Initiative« ist eine zentrale Säule der chinesischen
Wirtschafts- und Außenpolitik. Die Ähnlichkeit mit westlich-kapitalistischen Modellen
der Globalisierung ist nicht zufällig.

Uwe Hoering, Ostwind gegen Westwind. In: OXI 10/19. Download (pdf)

Im Hinterhof der USA

August 2019

Lateinamerika wird von Chinas Präsidentem und Parteichef Xi Jinping als "natürliche Verlängerung" der Maritimen Seidenstraße und als "unverzichtbarer Teilnehmer" am Bau der Belt&Road Initiative umworben. Mit dem Versprechen, "auf gleicher Augenhöhe miteinander umzugehen", hat Peking bereit 18 Länder der Region als Partner gewonnen. Das milliardenschwere Investitionsprogramm vergrößert damit seine globale Reichweite noch einmal - und erreicht nach Europas südlicher und östlicher Peripherie auch den "Hinterhof" der USA.

Uwe Hoering, Im Hinterhof der USA. Chinas Träume von Neuen Seidenstraßen in Lateinamerika. In: iz3w 373, Juli/August 2019, 12f. Download (pdf)

Widersprüchlicher Kampf gegen den Klimawandel

Mai/Juni 2019

"Die Chinesen haben begriffen", zollte der ehemalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin Mitte Januar der chinesischen Klimapolitik Respekt. Tatsächlich wurde in der Volksrepublik eine beeindruckende Energiewende weg von der Kohle auf den Weg gebracht. Doch das darf nicht über gegenläufige Tendenzen der chinesischen nationalen und internationalen Energie- und Wirtschaftspolitik hinwegtäuschen.

Uwe Hoering, Innen hui, außen pfui. Chinas widersprüchlicher Kampf gegen den Klimawandel. In: iz3w 372, Mai/Juni 2019, 21-23. Download (pdf)

Minen auf den neuen Seidenstraßen

Peking und Delhi konkurrieren um regionale Hegemonie in Südasien

April 2019

Seit Ende Februar 2019 eskaliert der Kaschmir-Konflikt erneut. Das Verhältnis zwischen Indien und Pakistan ist seit langem angespannt. Gleichzeitig ist der Kaschmir-Konflikt ein Sprengsatz in der Konkurrenz zwischen Indien und China um die regionale Hegemonie in Südasien, die durch Pekings Seidenstraßen-Initiative nun noch weiter verschärft wird. Indiens vehemente Ablehnung der Initiative könnte zu einem gefährlichen Stolperstein für die Ambitionen werden, die China damit verfolgt.

Uwe Hoering, China gegen Indien: Der Kampf um Asien. In: Blätter für deutsche und internationale Politik 4/2019, S. 113-120. Download (pdf)

Reglobalisierung auf chinesisch

Potenziale und Achillesfersen der Seidenstraßen-Initiative

Herbst 2018

Beim »Belt & Road Forum on International Cooperation« Mitte Mai 2017 in Peking versprach Staats- und Parteichef Xi Jinping ein »neues Goldenes Zeitalter der Globalisierung«, das durch die Initiative angeschoben werde. Zur Lösung der multiplen Krise, die 2007/08 begann, würde China der Welt »Gemeinschaftsgüter« wie Transportinfrastruktur, Energieversorgung und Telekommunikation »zur Verfügung stellen«. Verpackt in den merkantilistischen Mythos der historischen Seidenstraßen, die Handel, Stabilität und kulturellen Austausch brachten, werden die Versprechungen der Globalisierung erneuert und erweitert.

Uwe Hoering, Reglobalisierung auf chinesisch. Potenziale und Achillesfersen der Seidenstraßen-Initiative. In: Sozialismus 9/2018, 34-39.In: Sozialismus.de, Heft 9-2018, 32-39. Download (pdf)

China's Long March 2.0.

The Belt and Road Initiative as Development Model

Autumn 2018

The Belt& Road Initiative, aka "New Silk Roads" builds on the former significance of the "Middle Kingdom" and at the same time creates a blueprint for making China great again. The expansion of transport infrastructure, energy supply and economic corridors between Asia, Africa and Europe is to initiate a "new Golden Age of Globalization". Domestically, this is an attempt to maintain growth within China and to secure the legitimacy of the government through a stimulus program promoted by corporations and supported by the state. In terms of foreign policy, Beijing has thus taken the lead in the global development discourse, at least in Asia and Eurasia. Economic modernization, the security of raw materials supply, especially energy, and access to sales markets as well as the creation of new multilateral institutions geared to China mean a further increase in power.

The book traces in 11 chapters central aspects of the discourses on geo-economy, geopolitics, multi-polar world order, hegemonic competition and globalization, which have been triggered by this initiative. It questions the extent to which this development strategy is compatible with democratic conditions, social and ecological justice, respect for human and minority rights and the elimination of conflicts. And it examines the assurances of the Chinese leadership, that it does not to pursue global hegemonic, let alone imperial ambitions with the initiative.

Uwe Hoering, China's Long March 2.0. The Belt & Road Initiative as development model.
In Cooperation with Stiftung Asienhaus. VSA: Verlag, Hamburg 2018 Download (pdf 1.3mb)

Auf Kollisionskurs auf der Seidenstraße?

Indien verweigert sich Chinas Expansionskurs

Herbst 2018

Die chinesische Infrastruktur-Initiative ‚Neue Seidenstraßen’ stößt in Indien auf verbreitete Ablehnung, besonders bei der Zentralregierung und den Militärs. Befürchtet wird der wachsende Einfluss Pekings in der Region und damit eine Schwächung des eigenen Anspruchs als regionale Vormacht. Das lässt eine Zusammenarbeit nahezu unmöglich erscheinen und macht Indien zu einem gefährlichen Stolperstein für das Megaprojekt. Aber es gibt auch Stimmen, die darin eine Chance für einen wirtschaftlichen Aufschwung und einen Abbau von Spannungen mit China und Pakistan sehen.

Uwe Hoering, Auf Kollisionskurs auf der Seidenstraße? Indien verweigert sich Chinas Expansionskurs. In: Meine Welt 3/2018, 36-39. Download (pdf)

Der Lange Marsch 2.0. Chinas Neue Seidenstraßen als Entwicklungsmodell

Mai 2018

Besiegt der Ostwind den Westwind? Führt Chinas Initiative »Neue Seidenstraßen« zu mehr Wohlstand und Sicherheit weltweit? Oder bringt dieses Entwicklungsmodell mehr Autoritarismus und Konflikte? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das neue Buch von Uwe Hoering in Kooperation mit der Stiftung Asienhaus. In elf Kapiteln zeichnet er zentrale Aspekte des Projektes nach und hinterfragt, ob diese Entwicklungsstrategie mit demokratischen Verhältnissen, sozialer und ökologischer Gerechtigkeit, der Wahrung von Menschen- und Minderheitsrechten und dem Abbau von Konflikten vereinbar ist.

Pekings »Belt and Road«-Initiative knüpft an die einstige weltpolitische Bedeutung des »Reichs der Mitte« an und entwirft gleichzeitig einen Bauplan zukünftiger Größe. Durch den Ausbau von Verkehrsinfrastruktur, Energieversorgung und Wirtschaftskorridoren zwischen Asien, Afrika und Europa soll ein »neues Goldenes Zeitalter der Globalisierung« eingeleitet werden.

Innenpolitisch steht dahinter der Versuch, durch ein Konjunkturprogramm, das von Konzernen voran­getrieben und durch den Staat gefördert wird, das Wachstum innerhalb Chinas aufrechtzuerhalten und die Legitimation der Regierung zu sichern. Außenpolitisch hat Beijing damit zumindest in Asien und Eurasien die Meinungsführerschaft im globalen Entwicklungsdiskurs übernommen. Die wirtschaftliche Modernisierung, die Sicherung von Rohstoffversorgung und Absatzmärkten sowie die Schaffung neuer, auf China ausgerichteter multilateraler Institutionen bedeuten einen weiteren Machtzuwachs.

Uwe Hoering zeichnet in elf Kapiteln zentrale Aspekte des Projektes nach und hinterfragt, ob diese Entwicklungsstrategie mit demokratischen Verhältnissen, sozialer und ökologischer Gerechtigkeit, der Wahrung von Menschen- und Minderheitsrechten und dem Abbau von Konflikten vereinbar ist.

Literaturverzeichnis und Einleitung; Kapitel-Kurzfassungen (pdf)

Das Buch kann über den VSA: Verlag bezogen werden: Der Lange Marsch 2.0 – Chinas Neue Seidenstraßen als Entwicklungsmodell

Stau auf der Seidenstraße

China will mit neuen Handelswegen zu alter Bedeutung zurückfinden

April 2018

Die Übernahme des griechischen Hafens Piräus durch die staatliche China Ocean Shipping Company COSCO hat bislang vor allem in der Diskussion über den Ausverkauf von Griechenlands Tafelsilber durch erzwungene Privatisierung Aufmerksamkeit erhalten. Doch der chinesische Schachzug ist auch ein zentraler Baustein im Rahmen einer weltweiten Strategie: der maritimen Seidenstraße. Ähnliches tut sich auch auf dem Landweg: Duisburg, Rotterdam und Warschau sind Ziele von Eisenbahnverbindungen, die von Städten in China durch Zentralasien und Russland nach Westeuropa verlaufen. Durch Investitionen, Infrastruktur und Handelsbeziehungen soll die Zusammenarbeit mit den Ländern entlang der Land- und Seewege intensiviert werden - angeblich zum Vorteil aller Beteiligten.

Uwe Hoering, Neue Märkte erobern. In: ak Nr 637, 17.April 2018, 16. Download (pdf)

Auf dem Weg zum Wirtschaftsimperium

Chinas Neue Seidenstraßen

Oktober 2017

Vor zwanzig Jahren entwarf der einflussreiche US-amerikanische Politikwissenschaftler Zbigniew Brzezinski die Vision einer „Transeurasischen Sicherheitsarchitektur“ entlang einer neuen Seidenstraße aus Pipeline- und Handelsrouten, Wirtschaftsniederlassungen, Militärbasen und prowestlich regierten Ländern. Sie sollte weite Teile Asiens mit einer erweiterten Europäischen Union und einer expandierenden Nato verbinden – unter Ausschluss Russlands. Auch China könnte, so die Vorstellung, irgendwann einmal in diese Struktur integriert werden. Es blieb bekanntermaßen bei der Vision. Ausgerechnet die Wirtschaftsmacht China verwirklicht diese Idee nun und rollt Eurasien von Osten her auf. Im September 2013 präsentierte Staats- und Parteichef Xi Jinping offiziell die chinesische „Belt and Road Initiative“, besser bekannt als die „Neuen Seidenstraßen“. Seither gilt sie als sein innen- und außenpolitisches Prestigeprojekt. Mit ihr will die Regierung an Chinas einstige globale Bedeutung anknüpfen und entwirft einen Bauplan zukünftiger Größe.

Uwe Hoering, Auf dem Weg zum Wirtschaftsimperium: Chinas neue Seidenstraße In: Blätter für deutsche und internationale Politik, 10/2017. Download (pdf)

Zwischen 'Belt' und 'Road'

Indiens Nordosten im ungeahnten Rampenlicht

Herbst 2017

Mit der im Herbst 2013 verkündeten Neue Seidenstraßen-Initiative (Belt & Road Initiative) macht China Indiens eigenen Ambitionen auf eine regionale, wirtschaftliche und politische Vormachtrolle zunehmend Konkurrenz. Dabei verfolgen beide Regierungen eine ähnliche Entwicklungsstrategie: Sich durch den Ausbau der Infrastruktur neue Absatzmärkte, Investitionsmöglichkeiten und Zugang zu Ressourcen zu sichern. Dadurch soll der wirtschaftliche Wachstumsimpuls aufrechterhalten sowie der Anspruch eines Global Players behauptet werden - oder zumindest eines gleichberechtigten Hegemon in den globalen Machtverschiebungen.

In: Südasien 4/17, 41-45.

Siehe auch: Uwe Hoering, Great Game East. Die Rivalen  China und Indien knüpfen seidene Bande. In: China-Programm der Stiftung Asienhaus (Hg.), Wohin führen die Neuen Seidenstraßen? Chinas 'Belt and Road Initiative'. Köln (Stiftung Asienhaus) 2017, 29-32.

Chinesische Perlenkette

September/Oktober 2017

Weltweit investiert China große Summen in Infrastruktur und Handel. Mit der sogenannten Neuen Seidenstraße will das Land an seine einstige Bedeutung anknüpfen und die zukünftige Globalisierung prägen. Das sorgt für Interesse – und für Misstrauen.

Uwe Hoering, Chinesische Perlenkette. In: iz3w, Ausgabe 362, September/Oktober 2017

Die 'Neue Seidenstraßen-Initiative'

August 2017

Noch ist die ‚Neue Seidenstraßen-Initiative’ nicht viel mehr als eine Große Erzählung. Doch der Versuch der Regierung in Beijing, Chinas Auslandsinvestitionen zu koordinieren und für das eigene Wachstum und für eine „Erneuerung Chinas“, so Staats- und Parteichef Xi Jinping, zu nutzen, hat inzwischen eine Dynamik in Gang gesetzt, die sich nicht nur in einer wachsenden Diskussion über Intentionen und Auswirkungen niederschlägt, sondern auch eine Verschiebung globaler ökonomischer und politischer Machtkonstellationen einläuten könnte.

Uwe Hoering, Die ‚Neue Seidenstraßen-Initiative’. Chinas Anlauf zu globaler Präsenz In: Informationsbrief Weltwirtschaft & Entwicklung, 8. August 2017. Download (pdf)

Neue Seidenstraßen

August 2017

Seit vier, fünf Jahren verkehren nahezu täglich Güterzüge zwischen China und Duisburg, London, Warschau, Madrid und anderen Städten in Europa. Sie sind ein Rückgrat der chinesischen »Belt and Road Initiative« (BRI), Asien, Afrika und Europa auf dem Land- und Seeweg besser zu verbinden. Noch bringen die Züge vor allem IT-Produkte und andere Konsumgüter nach Europa. Doch wenn es nach den Planern geht, könnten sie künftig auch zur Ernährungssicherheit Chinas beitragen.

Uwe Hoering, Neue Seidenstraßen. In: junge welt, 9. August 2017. Download (pdf)

Der Weg entsteht im Gehen

Globalisierung mit chinesischen Kennzeichen

von Wolfram Schaffar und Uwe Hoering, August 2017

Delegationen aus mehr als hundert Ländern versammelten sich Mitte Mai 2017 zum Belt and Road Forum on International Cooperation in Peking, vier Jahre nach der ersten Ankündigung der Belt&Road Initiative (BRI), die auch als One Belt, One Road (OBOR) oder mit historsicher Reminiszent als 'neue Seidenstraßen' bezeichnet wird. Damit demonstrierte die chinesische Regierung, wie weit das ambitionierte Vorhaben, Asien und Europa auf dem Land- und dem Seeweg enger zu verbinden, inzwischen gediehen ist. Doch trotz des eindrucksvollen Auftriebs von Staats- und Regierungschefs - wie auf den alten Handelsrouten lauern auch auf den modernen Wirtschaftskorridoren vielfältige Hindernisse und Gefahren.

In: China-Programm der Stiftung Asienhaus (Hg.), Wohin führen die Neuen Seidenstraßen? Chinas 'Belt and Road Initiative'. Köln (Stiftung Asienhaus) 2017, 7-14.

 

China: Weitere Texte

Go West: The Silk Road Initiative and Agribusiness (2016)

January 2016

In October 2013, Xi Jinping, head of China's government and communist party, announced the initiative "One Belt, One Road": With the "New Silk Road", transport and trade routes between China, Central Asia and Eastern Europe are to be expanded and a network of roads, railway lines and pipelines in the region to be build. This would become a kind of backbone for “Economic Corridors”. Besides opening up new trade routes that would make China more independent from maritime shipping routes, controlled strongly by the USA and other Western industrialised countries, and better access to existing and new markets, the initiative also aims at access to oil, gas and other natural resources – including land and water. More 

Where India meets China (2014)

Is Myanmar becoming a bridge or a battleground?

June 2014: With the reforms in Myanmar since 2011 there is a new regional economic and political dynamism in the whole region, especially in the triangle of India, China, and Myanmar in between. While India is increasingly looking East and Myanmar plays an important role in this policy, China is looking West for access to the Indian Ocean and the oil fields in Arab States for its Western Provinces like Yunnan. Is Myanmar becoming a bridge between its neighbours or a battleground?

Brahma Chellaney, Professor of Strategic Studies at the Centre for Policy Research in New Delhi, India, talked to Uwe Hoering about India's policy towards Myanmar, India-China relations, water conflicts and the US strategy in Asia. More

No.1 Central Document - Transformation organisieren (2014)

Februar 2014

Seit elf Jahren befasst sich die erste Regierungserklärung eines neuen Jahres (No.1 Central Document), mit der das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas und der Staatsrat, i.e. die Zentralregierung in Beijing, ihre politischen Prioritäten vorstellen, mit den ‚Three rural issues’ – der Landwirtschaft, den ländlichen Gebieten und der Lage der bäuerlichen Bevölkerung. Das zeigt die große Bedeutung, die die Agrarfrage nach wie vor für die Politik hat. Mehr

Fishing in distant waters (2013)

China's dominance in fisheries

November 2013

Once upon a time, China had the mightiest and most modern fleet in the world. Under Admiral Zheng He, expeditions in the early 15th Century reached East Africa. But then the emperor decided to withdraw from seafaring. The ships were mothballed and scrapped, leaving the oceans to others like the European colonial powers. Today, China has again built the biggest fleet in the world, this time for fishing and looking for hunting grounds all around the world. More

Globale Fischzüge (2013)

November 2013

Einst hatte China die mächtigste und modernste Flotte der Welt. Unter  Admiral Zheng He unternahm sie Anfang des 15. Jahrhunderts Expeditionen bis nach Ostafrika.  Doch dann entschied der Kaiser angesichts der Bedrohung durch die Reitervölker aus dem Norden den Rückzug aus der Seefahrt. Die Schiffe wurden eingemottet und abgewrackt, die Weltmeere anderen überlassen, was den Aufstieg der europäischen Kolonialmächte begünstigte. Inzwischen rüstet nicht nur die Marine militärisch auf. Mehr oder minder unbeobachtet hat China auch die wohl größte Fischfangflotte der Welt aufgebaut – und die sucht nach Betätigung. Mehr 

Urbanisation with “Chinese characteristics” (2013)

Rural-urban integration and the land question

July 2013

Changing agricultural land to urban or industrial use can be highly profitable. But it creates numerous protests, like in Wukan, where in December 2011 violent clashes between farmers and authorities occurred. Recognition of the dramatic contradiction between rapid urbanisation and limited resources, and the desire to participate in the increasing value of land, rural townships, collectives and municipalities have created ingenious models, how to facilitate such changes and mitigate conflicts. Mehr 

„Wende“ in Chinas Politik der Ernährungssicherung? (2013)

März 2013

In seinem Jahresbericht 2012 sieht das Forschungsinstitut für Ernährungspolitik, IFPRI, China an einem „Wendepunkt“. Nachdem das Land jahrelang bei wichtigen Getreidesorten Selbstversorger war, wurden im vergangenen Jahr zwei bis drei Millionen Tonnen Reis, vier bis fünf Millionen Tonnen Weizen und fünf bis sechs Millionen Tonnen Mais importiert. Andere Beobachter sehen China deswegen gar auf dem Weg in eine „strategische Abhängigkeit“ vom Weltagrarmarkt. Mehr  

Steigende Agrarimporte (2012)

Dezember 2012

Aufmerksam beobachten die Gurus der globalen Agrarbörsen die landwirtschaftliche Produktion in China. Denn was die 200 Millionen Bauern an Getreide und anderen Produkten liefern, hat Auswirkungen auf die Weltmärkte. Und damit auf Preisentwicklung und Nahrungsmittelspekulation. Daher weckt es Hoffnungen auf Gewinn, wenn ein führender Funktionär wie Chen Xiwen von der Gruppe Agrarpolitik der Kommunistischen Partei vor der schwindenden Ernährungssicherheit des Landes, der Selbstversorgung mit Grundnahrungsmitteln, warnt. Mehr

Chinas Aufstieg: Die Milch macht's (2012)

Mai 2012

Der Aufschwung der Milchwirtschaft ist beispielhaft für die Entwicklung in China. Praktisch aus dem Nichts heraus wurde die Industrie, trotz ständiger Lebensmittelskandale, zu einer Marktmacht - zunächst im Land selbst, jetzt greift sie nach Unternehmen, Farmen und Märkten in anderen Ländern. Mehr

Fatale Lust auf Schwein (2012)

Januar 2012

Wachsender Fleischkonsum zeigt den zunehmenden Wohlstand in China, doch die ländlichen Familienbetriebe profitieren davon kaum: ihre kleinbäuerliche Tierhaltung wird zunehmend durch industrielle Fleischproduktion verdrängt, das Futter wird überwiegend importiert, zum Beispiel als Gensoja aus Brasilien.

Ein Beitrag für die Tageszeitung 'junge Welt' (3. August 2011) als Download (pdf) 

Die unbekannte Modernisierung (2011)

November 2011

Während die atemberaubenden Erfolge der industriellen Entwicklung hinreichend bekannt sind, ist das 'Pilotprojekt' dafür, die geradezu revolutionäre Rückkehr zur marktorientierten bäuerlichen Landwirtschaft Ende der 1970er Jahre, ausserhalb Chinas weitgehend unbekannt. Ein Überblick über die Phasen der Agrarpolitik und ihrer Auswirkungen.

Download (pdf-Datei 2mb)

Die chinesische Variante des Grünen Kapitalismus (2011)

Oktober 2011

China wird als einer der größten Klimasünder attackiert. Dabei hat sich die Regierung ehrgeizige CO2-Reduktionsziele gesetzt. Sie sind Teil einer planmäßig umgesetzten Wirtschaftsstrategie, die China bereits als Vorbild einer Green Economy erscheinen lässt. Doch wie passt das zum anhaltenden Wirtschaftswachstum?

Ein Beitrag für den Themenschwerpunkt 'Mission Windrad - der Grüne Kapitalismus kommt', in: iz3w (Nov./Dez. 2011). Download (pdf)

Chinas Landwirtschaft im Dienst der Industrialisierung (2011)

Juli 2011

Schon kurz nach dem Ende der Mao-Ära fanden in den ländlichen Regionen tiefgreifende Umwälzungen statt. Die bäuerliche Landwirtschaft stützt seither die Industrialisierung. Inzwischen ist die Agrarindustrie dabei, die Landwirtschaft ihren kommerziellen Interessen zu unterwerfen.

Ein Beitrag für iz3w, Juli/August 2011, Dossier: China. Download

Between Self-sufficiency and Global Integration (2011)

August 2011

Behind and beyond the breathtaking ascent into becoming one of the strongest economic powers, there is still a vast agrarian China. Long before the industrialisation made headlines worldwide, it were the fundamental changes in agriculture and the rural areas at the end of the 1970s which prepared the ground for it. Today, China can not only feed its 1.3 billion people, but agricultural exports and investments of Chinese agro-companies abroad are growing too. This publication aims to highlight these widely unknown successes in China's agricultural development, but also the problems therein as well as any consquences it might have.One peculiar focal point is the role of civil society organisations, farmers' associations and consumer and environment groups.

"Agriculture in China: Between self-sufficiency and global integration", published by Asienstiftung / German Asia Foundation in cooperation with "EU-China: Civil Society Forum".  Download (pdf)

Chinas Landwirtschaft global (2011)

März 2011

China kann sich zwar weitgehend selbst ernähren. Doch Rohstoffe wie Baumwolle oder Viehfutter wie Soja müssen zunehmend importiert werden, um die Industrie zu versorgen. Das treibt nicht nur die Preise auf dem Weltmarkt in die Höhe, sondern auch chinesische Agrarinvestoren in Nachbarländer der Region, nach Afrika und Lateinamerika. Download (pdf-Datei 1,4mb)

China: Erfolge und Probleme ländlicher Entwicklung (2010)

Dezember 2010

Angesichts seines Aufstiegs zur globalen Wirtschaftsmacht wird oft übersehen, dass China nach wie vor auch noch ein Agrarland ist. Die landwirtschaftliche Entwicklung der vergangenen drei Jahrzehnte war ebenfalls ausgesprochen erfolgreich: Das Land kann seine inzwischen 1,3 Milliarden Einwohner weitgehend selbst ernähren, gleichzeitig steigen die Exporte landwirtschaftlicher Erzeugnisse und das Auslandsengagement chinesischer Agrarunternehmen. Diese weitgehend unbekannte Seite von Chinas Entwicklung und ihre Probleme und Auswirkungen behandelt die Broschüre. Besonderes Interesse gilt dabei der Frage, welche Rolle zivilgesellschaftliche Organisationen spielen.

"Landwirtschaft in China: Zwischen Selbstversorgung und Weltmarktintegration", herausgegeben von der Asienstiftung und dem Netzwerk "EU-China: Civil Society Forum".  Mehr

China's Agriculture "Going Global" (2010)

December 2010

In spite of a growing demand and proving skeptics like Lester Brown wrong, China can still feed itself. But commodities like cotton or feed like soybeans have to be imported to supply the industry. This not only drives up the prices in the world markets but also Chinese investors into neighbouring countries in the region, to Africa and even to Latin America. At the same time, for exporters like the European Union, the Chinese market becomes more attractive. Download (pdf)

Der Preis für das 'Gute Leben' (2010)

von Uwe Hoering und Susanne Gura, Juni 2010

Der Parlamentarische Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Gerd Müller, sorgt sich qua Amt nicht nur um die Ernährung der deutschen Verbraucher, sondern auch um das Wohlergehen der Chinesen – und um die heimische Milchwirtschaft, um Tierzüchter und Anlagenbauer. Angesichts des boomenden chinesischen Marktes würden sich für die "hochwertige" und "sichere" deutsche Milch große Chancen eröffnen. In der Tat expandieren in China Nachfrage, industrielle Tierhaltung und in- und ausländische Konzerne. Download (pdf-Datei 123 kb), Text in Englisch

Livestock in China - The cost of 'Chi hao' (2010)

Livestock industry expands, and so do multinationals

by Uwe Hoering and Susanne Gura, June 2010

German milk is considered to be of 'high quality' and 'safe', different from milk polluted with melamine in China for example. Therefore Gerd Müller is confident, that „there are tremendous opportunities for milk, butter and other animal products from Germany“. The Ministry for Agriculture’s Secretary of State is not only concerned about the nutrition of the German consumers, but also about the well being of the Chinese – and about the German dairy industry, about breeders and manufactures. More

Nachhaltige Landwirtschaft in China (2010)

April 2010

Die Landwirtschaft in China hat unübersehbare Probleme: Boden und Wasser werden durch Agrargifte und Dünger geschädigt und durch Urbanisierung und Erosion knapp. Der Sojaanbau leidet unter Billigimporten. Die Kluft zwischen Stadt und Land wächst. Lebensmittelskandale empören die Bevölkerung. Diese Gefährdung der Ernährungssicherheit und mögliche Lösungen wurden Mitte März bei einem internationalen Workshop in Beijings Renmin-Universität diskutiert. Ein Bericht für das EU-China: Civil Society Forum.

Der Beitrag als Download (pdf-Datei 160kb)

Reisanbau in China - Uphoffs Hoffnung (2010)

März 2012

Nie Fu-qui verstößt gegen so ziemlich alle Regeln des Reisanbaus. Beim Auspflanzen setzt der Bauer aus dem Dorf Bu Tou in der Provinz Zhejiang nicht jeweils ganze Büschel, sondern immer nur einzelne und sehr junge Setzlinge, zudem im Abstand von 40 Zentimetern und exakt in Reihe. Das Feld wird auch nicht geflutet, sondern nur spärlich bewässert. Und Nie Fu-qui verzichtet weitgehend auf Industriedünger, ganz auf Chemie gegen Unkraut und Schädlinge. Da er dennoch höhere Erträge hat, überzeugte die neue, unorthodoxe Methode auch viele seiner Nachbarn.

Der vollständige Text als Download (pdf)

Siehe dazu auch: Reiche Ernte. Eine Erfolgsgeschichte aus Kambodscha. Broschüre 16 Seiten, herausgegeben vom EED (2008): Download (pdf), auch in englisch

Reis aus dem Gentechnik-Labor? (2010)

Januar 2010

Sowohl für Chinas Agrarstrategie als auch für die industrielle Aufholjagd spielen Bio- und Gentechnologie eine zentrale Rolle. Befürworter wie Gegner von gentech­nisch veränderten Agrarprodukten blicken daher gleichermaßen gespannt auf die Po­litik der Regierung in Beijing.

Falscher Alarm?

Anfang Dezember vergangenen Jahres kündigte das chinesische Landwirtschafts­ministerium an, dass zwei gentechnisch veränderte (gv) Reissorten – Hua Hui 1 und Bt Shanyou 63 – den Sicherheitscheck bestanden hätten und in zwei bis drei Jahren kommerziell angebaut werden könnten. Damit schienen sich die Hoffnungen der Gentechnologie-Industrie auf der einen Seite, die Befürchtungen ihrer Kritiker auf der anderen zu erfüllen: Der Durchbruch für gv-Produkte in den Massenmarkt für Grundnahrungsmittel.

Dagegen kommt vom Third World Network (TWN) in Beijing vorsichtige Ent­warnung. Die Bescheinigung der Biosicherheit, so die nichtstaatliche Lobby-Orga­nisation, gilt nur für die Provinz Hubei, in der die Huazhong Agriculture University angesiedelt ist, die die Reisvarianten entwickelt hat. Und sie ist bis Sommer 2014 be­fristet. Vor allem aber ist der komplizierte Zulassungsprozess für die kommerzielle Nutzung damit noch nicht abgeschlossen. "Daher kann es noch eine Weile dauern, bis gv-Reis tatsächlich kommerziell in China angebaut wird".

Mehr: Der ganze Text: "China: Reis aus dem Gentechnik-Labor?" als Download (pdf-Datei 127 kb)

Siehe dazu das Gespräch mit dem Agrarökonom Zhou Li,China Renmin University, Beijing

China - Grüne Revolution wird grüner (2009)

August 2009

Auf den Bierdosen prangt das Label „Green Food“, ebenso auf Tüten mit Reis, Chips und Gewürzen, auf Konserven und Flaschen. In der Bioabteilung des Carrefour-Supermarktes in Beijings Guangqumennei Dajie wird auf Postern die Herkunft von Obst und Gemüse von der Farm bis zum Regal erläutert. Eine junge Verkäuferin steht bereit, Fragen zu beantworten. „China ist weltweit führend in der organischen Be­wegung“, meint der australische Agrarwissenschaftler John Paull und sieht eine „or­ganische Agrarrevolution“ heraufziehen. Chinas erstes, bereits in den 1980er Jahren gegründetes „Öko-Dorf“ Liu Min Ying ist inzwischen ein Großkonzern, der Super­marktketten beliefert und in Ökotourismus und -training diversifiziert hat, und gilt heute als eines der reichsten Dörfer in der Hauptstadt-Region. Bioläden wie Lohao City haben Filialen in Beijing, Shanghai und der Industriemetropole Shenzhen. Mehr (pdf-Datei 93kb)

China: Greening the Green Revolution (2009)

September 2009

Is China at the “onset of an organic revolution“, as some observers believe? Undoubtedly, the flood of food certificates creates the impression, that one third of agricultural land is already under eco-food production. And clearly, there is a growing interest in „green“ food by consumers. But not everything which claims to be „organic“ really is. An assessment of the attempts to polish the image of China's agrarian products. Download (pdf)

Private Wasserversorger in China (2009)

Juli 2009

China gehört zu den wenigen Ländern außerhalb Europas, in denen Versorgungskonzerne wie Veolia, Suez und BerlinWasser noch aktiv sind, nachdem sie sich aus den meisten anderen Ländern in Asien ebenso wie aus Lateinamerika und Afrika aufgrund wirtschaftlicher Probleme, unbefriedigender Profitabilität und breiten Widerstands weitgehend verabschiedet haben. Unbeachtet von der Öffentlichkeit hat die Regierung ihnen seit Mitte der 1990er Jahre den Roten Teppich ausgerollt, unterstützt durch Internationale Finanzinstitutionen wie die Weltbank und die Asiatische Entwicklungsbank ADB. 2007 hatten sie, so die Studie „Wasser auf Abwegen“, an der Wasserversorgung einen Anteil von 15 bis 20 Prozent, im Abwassersektor sogar von 50 bis 70 Prozent. Mehr

Beijing entdeckt die Landwirtschaft (2008)

November 2008

Der Zeitpunkt war perfekt gewählt: Mitte Oktober 2008 verabschiedete das Zentralkommitee der Kommunistischen Partei Chinas einen Reformvorschlag, der den Bauern erlaubt, ihre Landnutzungsrechte abzutreten. Während die einen sich davon eine Modernisierung der kleinteiligen Landwirtschaft erwarten, befürchten andere, dass viele Familien dadurch ihr Land verlieren könnten.

Mehr:Download (pdf)

China: Agrarian Reforms (2008)

September 2008

The timing has been perfect: In the middle of October, the Central Committee of the Communist Party of China approved a reform proposal that will allow farmers to lease or transfer their land rights. Called a „historic“ decision by some observers, the Chinese government announced it as China's contribution to counter the financial crisis and to stabilise the global system by giving a fresh stimulus to economic growth. But the more important driving forces for it are the growing rural-urban inequalities, the widespread protests by farmers about alienation of land by officials and the need to modernise Chinese agriculture. Download (pdf)

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