April 2013, Berlin: Wasser International

Nach dem Scheitern ihrer ehrgeizigen Pläne, durch Öffentlich-Private Partnerschaften (PPP) ins große internationale Wassergeschäft vorzustoßen (Siehe RWE/Thames Water oder Aquamundo), tritt die deutsche Wasserindustrie international eher unscheinbar auf. Die Messe cum Kongress Wasser Berlin International (23. bis 26. April 2013) unter dem unverfänglichen Motto "Kooperation" kommt denn auch eher unpolitisch mit Technologie und Wasserexperten daher, wird aber getragen unter anderem von der Deutschen Wasser-Partnerschaft GWP und bietet den üblichen Kooperationspartnern - Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit - ein Forum.

Juli 2013, Dublin: Eine andere Wasserversorgung

Im Rahmen der Jahrestagung der Association of Collegiate Schools of Planning (ACSP) und der Association of European Schools of Planning (AOSOP) vom 15. bis 19. Juli 2013 zum Thema "Planning for Resilient Cities and Regions" wird eine Session zu Erfahrungen mit Alternativen zu öffentlicher und privatwirtschaftlicher Wasserversorgung organisiert: "Beyond Infrastructure Privatization: Community- and Local-Level Innovations in Water Governance". Info

September 2013, Stockholm: Wasser-Partnerschaften

Die nächste World Water Week, ausgerichtet vom Stockholm International Water Institute (SIWI), findet vom 1. bis 6.September 2013 unter dem Motto: "Water Cooperation - Building Partnerships" statt.

Oktober 2013, Nairobi: Urban Water Transitions

Bei dem Kongress (14. bis 17. Oktober 2013) der International Water Association (IWA), die unter anderem von den französischen Wasserkonzernen Suez Environnement und Veolia Water unterstützt wird, sollen praktische Erfahrungen und Beispiele für Wasser- und Sanitärversorgung in urbanen Ballungsräumen in Entwicklungsländern vorgestellt und diskutiert werden, die "in großem Maßstab funktionieren".

April 2014, Kapstadt: Alternativen zur Privatisierung

The international conference on alternatives to privatization and the provision of public services in the global South (April 13-16, 2014) will bring together researchers, activists, labour representatives, development practitioners and policy makers from around the world working to promote progressive public services, with an emphasis on health, water and electricity. Organised by Municipal Services Project, it will discuss papers that showcase promising alternatives to private provision, as well as those which push forward conceptual and methodological understandings of how public attitudes and practices arise, how they are constituted, and how they might be sustained. The conference aims to improve dialogue and expand global networks on public alternatives, with a focus on Asia, Africa and Latin America.

Rückblick:

22. März 2013: Welt-Wassertag

Der diesjährige Welt-Wassertag steht unter dem Motto "Zusammenarbeit", ebenso wie das ganze Jahr 2013 zum "Internationalen Jahr der Wasserkooperation" erklärt wurde. Angesichts zahlreicher zwischen- und innerstaatlicher Konflikte, die durch zunehmenden Wassermangel angeheizt werden, setzen die Vereinten Nationen darauf, dass die Wassernutzung auch Zusammenarbeit und Frieden fördern könnte. Zuständig ist die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur, UNESCO. Wassertag und -jahr sind Teil der Internationalen Wasserdekade 'Water is Life' (2005-2015), die - eher unauffällig - von der Dachorganisation der UN-Institutionen, die im Wasserbereich tätig sind (UN Water), verwaltet wird.

Januar 2013, Wien: 'Fracking' in Europa

Bei diesem "Gipfel" (29. bis 31. Januar 2013) will die Industrie diskutieren, wie der Widerstand in vielen Ländern Europas gegen die Erschließung von Schiefergas, umbenannt in "unkonventionelles Gas", angegangen werden könnte. 

November 2012, Karlsruhe: Konkurrenz um Wasser

Das Konzept des Integrierten Managements von Wasserressourcen (IWRM), das Anfangs einen eher technisch-wissenschaftlichen Ansatz hatte, muss sich mehr und mehr mit sozio-ökonomischen Fragestellungen wie systembedingten Konflikten zwischen verschiedenen Wassernutzungen und -nutzern und Regulierungsfragen befassen. Die zunehmende Konkurrenz um Wasserressourcen, beispielsweise zwischen Städten und Landwirtschaft, steht daher im Mittelpunkt der IWRM Karlsruhe 2012 (21.-22.11.2012). Die Mischung aus Messe und Konferenz wird von wissenschaftlichen Institutionen und von wirtschaftlichen Akteuren im Wassersektor wie Siemens und der German Water Partnership, die die Wettbewerbsposition des deutschen Wassersektors in internationalen Märkten stärken will, organisiert.

März 2012, Frankreich: Wasser-Marseillaise

Nach Istanbul im Jahr 2009 soll das nächste privatwirtschaftlich organisierte Weltwasserforum vom 12. bis zum 17. März 2012 im südfranzösischen Marseille stattfinden (6th World Water Forum, Link), mit einer 'Ministerkonferenz' am 13. März (Entwurf der Abschlusserklärung). Inzwischen hat auch die Zivilgesellschaft mit den Vorbereitungen für ein alternatives Forum begonnen (FAME, Forum Alternatif Mondial de l'Eau) - vorerst mit einer Website und einem "Marseille-Aufruf".

Eine umfangreiche Zusammenfassung des Weltwasserforums durch die Veranstalter gibt es hier.

November, Bonn: Wasserkonferenz

Vom 16.-18.11. veranstaltet die Bundesregierung eine internationale Konferenz zu Wasser, Energie und Ernährung. Neben Lösungsansätzen sollen auch Konzepte einer "Green Economy" diskutiert werden. Info. Inzwischen liegt ein ausführliches Programm (6,5 MB) vor. Und für alle, die gestern noch nicht wussten, wie man 'Neksus' schreibt, auch das Grundlagenpapier (3,1 MB). Siehe dazu den Blog von Shiney Varghese von IATP und den Globe-spotting-Gastbeitrag von Jürgen Maier, sowie die offizielle Zusammenfassung.

November, Bonn: Vorsicht, Staudämme

Bei einer international besetzten Podiumsdiskussion (15.11.) in der Universität Bonn geht es um die Rolle von Staudämmen für Ernährung, die Energieversorgung und den Klimawandel, mit Beispielen aus der Türkei, Chile, Brasilien und Indien. Programm

November, Amsterdam: Wasser-Partnerschaften

Im Rahmen der Amsterdam World Water Week (29. Oktober bis 4. November, Info) findet eine Konferenz zu nicht-profitorientierten Partnerschaften im Wassersektor statt (3.11.), an der auch zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen teilnehmen. Info

Oktober 2011, Dresden: International Conference on IWRM

Im Mittelpunkt der Fachkonferenz, die am 12. und 13. Oktober 2011 in Dresden stattfindet und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt wird, steht das Konzept des Integrierten Managements von Wasserressourcen (Integrated Water Resources Management). Neben dem Erfahrungsaustausch ("lessons learnt") sollen Perspektiven für eine bessere Umsetzung des Konzepts in die Praxis diskutiert werden. Info

September 2011, Brasilien: IWRA World Water Congress

Der 16. Welt-Wasserkongress der International Water Resources Association (IWRA) , der vom 25.-29. September 2011 in Porto de Galinha, Brasilien, stattfindet, versteht sich als Treffen von 'Wasserressourcen-Professionals' aus Praxis, Forschung und Politik. Info

August 2011, Stockholm: Weltwasserwoche 2011

Parallel zur World Water Week 2011 mit dem Schwerpunkt "Wasser in einer urbanisierten Welt" (21.-27.8.2011), die von Privatwirtschaft, regierungsnahen Institutionen und Technologie-Fans dominiert wird, treffen sich auch wieder die Befürworter einer gemeinschaftlichen, demokratischen Versorgung zu Gegenveranstaltungen und Vernetzung, unter anderem zu einem Seminar 'Pro-Poor Urban Water and Sanitation Provision' (Ankündigung) und einer Veranstaltung über die Möglichkeiten öffentlicher Wasserversorgung in Tansania (Ankündigung). Berichte über die Veranstaltung bei worldwaterweek.blogspot

März 2011: Spannender Internationaler Wassertag

Der Internationale Weltwassertag am 22. März 2011 hatte das Thema "Water for Cities: Responding to the Urban Challenge". Er ist Teil des von den Vereinten Nationen ausgerufenen "Aktionsjahrzehnts 'Wasser für Leben' 2005-2015" (International Decade for Action 'Water for Life'), mit dem auf die prekäre Wassersituation in vielen Städten des globalen Südens und Maßnahmen, sie zu verbessern,  aufmerksam gemacht soll. Siehe dazu den Report von UN Habitat: "State of the World's Cities 2010/2011. Bridging The Urban Divide" (pdf-Datei 16 MB), und den Reader "Water and Cities", der aktuelle und wichtige UN-Veröffentlichungen zum Themenbereich zusammenstellt.