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Reportagen & Analysen

Wasser für die Green Economy

Ein Bericht vom 6. Weltwasserforum von Uwe Hoering

„Wir brauchen Wachstum und wir brauchen Grün“, so Xavier Leflaive von der OECD. Mit dem Argument, dass die Weltbevölkerung, die Wirtschaft und der Finanzierungsbedarf kräftig steigen werden, werben die Strategen von der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für Investitionen in Wasser als einen wesentlichen Bereich für weiteres Wachstum. Und suchen dafür nach "innovativer Finanzierung". Mehr

Zweifelhafte Erfolgsmeldung

Trinkwasserversorgung für neun von zehn Menschen angeblich gesichert

von Uwe Hoering, März 2012

Stolz vermelden die Vereinten Nationen, dass die Zahl der Menschen, die über sauberes Trinkwasser verfügen, deutlich gestiegen sei: Mit 89 Prozent der Weltbevölkerung, so die Frohe Botschaft im aktuellen Wasserbericht, sei das Millenniums-Entwicklungsziel, den Anteil der Bevölkerung ohne Zugang zu sicherem Trinkwasser bis 2015 zu halbieren, bereits jetzt, drei Jahre vor der Deadline, erreicht, ja sogar übertroffen. Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Mehr

Vereinte Nationen: Wassersieg auf höchster Ebene

Ein Kommentar von Uwe Hoering, 29. Juli 2010

Dies sei ein „historischer Tag“ und ein „Sieg“ der seit zehn Jahren andauernden Kampagne, dass Wasser als Menschenrecht anerkannt wird, jubeln Vertreter des Council of Canadians und andere „Wasserkrieger“, Seit' an Seit' mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen, der darin ein 'wichtiges politisches Signal' sieht. Die gestrige Verabschiedung einer von Bolivien eingebrachten entsprechenden Resolution durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen ist sicherlich ein Erfolg. Jahrelang haben zahllose zivilgesellschaftliche Organisationen dafür Regierungsvertreter bearbeitet, Konferenzen organisiert, Demonstrationen abgehalten, Gutachten in Auftrag gegeben, Reden, Artikel und Resolutionen geschrieben. Kein Wunder, dass sie jetzt, da das - wenn man so will - höchste politische Organ der Welt dieses Recht anerkennt und alle Regierungen auffordert, ihre Bemühungen zu seiner Einhaltung zu verstärken, jubeln. Herzlichen Glückwunsch! Mehr

Menschenrecht schadet dem Geschäft

Ein Kommentar von Uwe Hoering

22. März 2009: Wieder hat es nicht geklappt! Beim 5.Weltwasserforum, das heute, am Weltwassertag, in Istanbul zu ende ging, konnten sich die Delegierten nicht dazu durchringen, ein „Menschenrecht auf Wasser“ anzuerkennen. Stattdessen betrachten sie die Versorgung mit dem lebenswichtigen Gut lediglich als ein „menschliches Grundbedürfnis“.

Den Widerstand könnte man damit erklären, dass sich das Weltwasserforum, organisiert vom World Water Council, für nicht zuständig hält. Das wäre verständlich. In der Tat ist es nicht demokratisch legitimiert.

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