Globe Spotting

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Reportagen & Analysen

 

SPECIAL 'Land grabbing': Veranstaltungen

September 2013, Bielefeld: Agrobusiness in Mosambik

Bei dem Seminar (27. bis 29. September 2013) stehen Investitionsprojekte wie ProSavana und agrarpolitische Initiativen wie die German Food Partnership und die New Alliance for Food Security und Nutrition der G8-Regierungen und deren Auswirkungen auf Landwirtschaft und Ernährung in Mosambik im Mittelpunkt. Info beim KoordinationsKreis Mosambik (KKM)

September 2013, Berlin: ProSavana

Im Norden von Mosambik wird ein großes Agrarprojekt mit mosambikanischer, brasilianischer und japanischer Beteiligung vorbereitet. Bei dem Fachgespräch (29. September 2013) berichtet Calisto Ribeiro, Geschäftsführer von ORAM, über die aktuellen Entwicklungen und die Kritik aus zivilgesellschaftlicher Sicht.Siehe dazu auch: "Freunde in der Not ...", Nachricht vom November 2012.

Juli 2014, Innsbruck: Political Economy of Land Grabbing

Die Forschergruppe "Politische Ökonomie des Land Grabbing" organisiert vom 3. bis 5. Juli 2014 eine Konferenz zum Thema "Perspectives on Foreign Investment in Agriculture: The Political Economy of Land Grabbing" im Rahmen der 5. Graduate Student Conference of the European Consortium for Political Research (ECPR). Call for Papers

Rückblick:

Juli 2013, Berlin: Landraub in Angola

Der Landraub im ressourcenreichen Angola schreitet fast unbemerkt von der internationalen Öffentlichkeit voran. Nahezu wöchentlich werden im fruchtbaren Hochland ganze Dörfer gewaltsam vertrieben, um für Großfarmen Platz zu machen. Die Tagung der Angola-Runde deutscher NRO (8. und 9. Juli 2013) will einen aktuellen Überblick geben, die rechtliche Situation klären und Strategien entwickeln, wie die Bevölkerung wirkungsvoller geschützt werden kann. Programm 

Juni 2013, Bonn: Boden für Geschäfte

The workshop on 'Land for Business – Business for Land: The Economics of Land Degradation' (13. und 14. Juni 2013) will serve as catalyst for private sector involvement in the Economics of Land Degradation (ELD) Initiative. Corporate strategists, leaders in sustainability and other representatives of the business community will be asked to outline their needs within the context of further development of the ELD private sector work programme. The objectives of the workshop are (among others) to understand companies‘ needs, profile the economic valuation of land and ecosystems services within business strategy development, and raise awareness of options for managing land degradation risk. The workshop will take place in the context of the BONN PERSPECTIVES, an initiative of the City of Bonn and the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ). Info

Juni 2013, Berlin: Politik gegen Hunger

Bei der zehnten Konferenz "Politik gegen Hunger" (10. bis 12. Juni 2013), ausgerichtet vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV), sollen Möglichkeiten diskutiert werden, wie die 'Freiwilligen Leitlinien' der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO für den Zugang zu Land, Fischgründen und Wäldern umgesetzt werden können. Info und Konferenzempfehlungen

April 2013, Amsterdam: Landgrabs in Rumänien

Die Agrarpolitik der EU treibt die Landnahme für industrielle Landwirtschaft, aber auch für Bergbau und Finanzspekulation in Osteuropa voran. Bei einem Seminar (29. April 2013) des Transnational Institute berichten Aktivisten aus Rumänien über Ausmaß und Auswirkungen. Info:TNI

April 2013, Washington: Transparente Landpolitik

Die Weltbank-Konferenz "Land und Armut" (8.bis 11.April 2013) rund um Landfragen hat das Thema "Moving towards transparent land governance: Evidence-based next steps" und soll unter anderem diskutieren, wie Landpolitik Armutsminderung, Gendergleichheit und nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum fördern kann. Link und Präsentationen

März bis Juni 2013, Berlin: Landgrab in Phnom Penh

Künstler aus Kambodscha setzen sich mit dem Wachstum der Hauptstadt Phnom Penh auseinander, dem immer mehr ärmere Bevölkerungsgruppen weichen müssen, so wie die Anwohner des Sees Boeung Kak, der an eine Immobilienfirma verkauft und zugeschüttet wurde.

Ausstellung: "Phnom Penh: Das Verschwinden verhindern", ifa-Galerie, Berlin, bis 16. Juni; anschließend ifa-Galerie Stuttgart.

Januar 2013, Berlin: Debatte über Agrarinvestitionen

Die Vorbereitungen für das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA, 17. und 18. Januar 2013) bei der alljährlichen "Grünen Woche" mit dem Motto "Natürlich erfolgreich" (18. bis 27. Januar) sind angelaufen. Thema sind "Verantwortliche Investitionen in Agrar- und Ernährungswirtschaft". Dazu hat das Agrarministerium (BMELV) bei der Universität Wien eine Hintergrundstudie (pdf-Datei, 44 Seiten) in Auftrag gegeben.

Das Forum Umwelt & Entwicklung lädt am 17. Januar, 15 Uhr, zu einer Veranstaltung über "Die verschwiegenen Agrarinvestitionen - Warum Kleinbauern ins Zentrum der Agrarinvestitions-Debatten gehören" ein. Anmeldung erforderlich.

Die Heinrich-Böll-Stiftung, Oxfam, Glopolis und Misereor veranstalten am 16. und 17. Januar eine Konferenz mit ReferentInnen aus Indien, Kenia und Brasilien: "Agriculture in Transition", bei der die aktuellen 'Mega-Trends im Agrarsektor' analysiert und 'Strategien für ökologische und faire Investitionen in der Landwirtschaft' diskutiert werden sollen. Informationen 

Am 19. Januar findet im Rahmen der Kampagne "Wir haben Agrarindustrie satt!" eine Demonstration mit Treckerzug und Kundgebung statt.

November 2012, Bonn: Verantwortliche Landnahme

Unter dem Motto "Green economy - from intention to action" will die dritte "International Conference on Sustainable Business and Consumption" (27. und 28. November 2012), die sich selbst als "große Rio plus 20 Folgekonferenz" verkauft, im Dialog von Wirtschaftsvertetern mit wichtigen Ansprechpartnern von Regierungen, UN-Organisationen und NGOs "lösungsorientierte Ansätze" suchen. Ein zentraler Programmteil ist eine Session zu "Investitionen in Land und andere knappe Ressourcen" in Zusammenarbeit mit dem BMZ, bei der mit Finanzinvestoren wie der Deutschen Bank und Aquila Capital diskutiert werden soll. Zu den "Partnern", die die Konferenz tragen, gehören denn auch nicht nur viele ökologisch aufgestellte zivilgesellschaftliche Organisationen wie IFOAM, der Deutsche Naturschutzring oder der NABU, sondern auch Kraft Foods, Danone, REWE und der Energiekonzern RWE. Info

Oktober 2012, New York: Global Land Grabbing II

Die Land Deal Politics Initiative organisiert an der Cornell University, Ithaca, New York, nach ihrer Konferenz im April 2011 in Brighton eine weitere Internationale Konferenz (17.-19.10.2012), um die wissenschaftliche Diskussion über die globale Landnahme zu vertiefen und verbreitern. Call for Papers

Juni 2012, Halle: Land im Osten

Im Rahmen des Forum2012 (20.-22.6.2012) will das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (iamo) "Potenziale und Lösungen zwischen Preisgabe und Land Grabbing" von Landnutzungsänderungen in Osteuropa und Ostasien ausloten. Info und Dokumentation

Juni 2012, Berlin: Heuschrecken

Die Podiumsdiskussion am 20. Juni, organisiert vom EU-Parlamentarier der Grünen, Martin Häusling, dient vor allem der Vorstellung der von ihm im Auftrag gegebenen Broschüre "Die Ernte der Heuschrecken", die auch als pdf-Datei (4,4 MB) heruntergeladen werden kann. Programm

Juni 2012, Berlin: Leitlinien gegen Landraub

Am 11. Mai wurden die Freiwilligen Leitlinien der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft, FAO, zu Nutzungsrechten an Land, Fischgründen und Wäldern verabschiedet. Am 6. Juni laden nichtstaatliche Entwicklungsorganisationen, die große Hoffnungen in dieses neue Instrument setzen, zu einer Bewertung ein, wie sie gegen Land grabbing und für die Bekämpfung von Armut und Hunger genutzt werden können. Einladung und Programm

Juni 2012, The Hague: 'Land grabbing' - Theorie und Empirie

Vor dem Hintergrund der Freiwilligen Richtlinien zu Landbesitz der FAO, der Weltbank-Konferenz "Land and Poverty" (April 2012) und der UN-Konferenz Rio+20 (Juni 2012), bei der Land- und Agrarfragen eine wichtige Rolle spielen, werden bei dem Kolloquium am 11. Juni, organisiert unter anderem vom International Institute of Social Studies, ISS, Wissenschaftler, Entwicklungsexperten und Aktivisten neue Studien zu verschiedenen Aspekten der Landnahme vorstellen und diskutieren. Programm

Mai 2012, London: Food&Finance

Bei der Konferenz am 17. Mai mit dem doppelbödigen Slogan "A business and investment opportunity to you which can mean life or death to someone else", organisiert vom Finanzmarkt-Informationsdienst Euromoney, versuchen Vertreter von Regierungen, bi - und multilateralen Entwicklungsorganisationen wie der Weltbank und dem britischen Department for International Development, Investoren die Sorgen um Risiken von Investitionen in den Agrarbereich zu nehmen. Info

Mai 2012, Hamburg: Wissenslücken schließen

Das German Institute of Global and Area Studies (GIGA) will bei einer internationalen Fachtagung (11.5.2012) die Informationslücken über Umfang und Auswirkungen großer Agrarinvestitionen verringern. Unter anderem soll die Datensammlung LAND Matrix vorgestellt werden. Info

April 2012, Washington: Land und Armut

Jedes Jahr bringt die Weltbank für ihre Konferenz 'Land and Poverty' Vertreter von Regierungen, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, der Privatwirtschaft und der Entwicklungsarbeit zusammen, um aktuelle Themen rund um die Landfrage zu diskutieren. Unter dem Titel 'Land governance in a rapidly changing environment' geht es dieses Mal (23.-26.4.2012) um "innovative Ansätze" angesichts von Strukturwandel, wirtschaftlicher Transformation, Klimaveränderungen und steigender Nachfrage nach Ressourcen "in a pro-poor and gender-sensitive perspective". Viele der oft aufschlussreichen Beiträge werden anschließend auf der Website eingestellt. Siehe auch die Konferenz 2011 mit dem Thema 'Countries Strengthen Land Governance'. Update: Inzwischen stehen die ersten Beiträge als pdf-Dateien oder Präsentationen auf der Website.

Januar 2012, Berlin: Positionspapier des BMZ

Am 23.1. stellte das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) im Rahmen einer Diskussion über 'Investitionen in Land und das Phänomen des "Land Grabbing"' seine entwicklungspolitischen Vorstellungen und Ansätze vor, wie die "Chancen nachhaltig getätigter landwirtschaftlicher Investitionen für Armutsbekämpfung, Ernährungssicherung und die Entwicklung ländlicher Räume" wirksamer als bislang genutzt werden könnten. Einladung und Programm. Siehe dazu den Blog-Beitrag des FIAN-Agrarexperten Roman Herre.

November 2011, Berlin: Politik gegen den Hunger

Bei der 9. Konferenz Policies against Hunger, organisiert vom Landwirtschaftsministerium (21.-23.11), wird das Schwerpunktthema der Zugang zu natürlichen Ressourcen sein. Dokumentation und ein Kommentar über die 8. Konferenz (Juni 2010)

Oktober 2011, Rom: Komitee für Ernährungssicherheit

Bei der 37. Sitzung des Committee on World Food Security (CFS) vom 17.-22.10.2011 sollten unter anderem die Richtlinien für Landbesitz-Politik verabschiedet werden. Die Entscheidung wurde jedoch verschoben. Info. Siehe dazu die Berichte, die ein Beratungsgremium (High Level Panel of Experts, HLPE) zur Landfrage und zu den Preisschwankungen für Grundnahrungsmittel vorgelegt hat.

Zum CFS ein globe-spotting-Kommentar

6.-8. April 2011, Brighton: Global Land Grabbing

Die internationale wissenschaftliche Konferenz, die unter anderem vom The Journal of Peasant Studies und dem Institute of Development Studies (IDS) der Universität von Sussex organisiert wird, will "einige der dringlichen und strategischen Fragen" rund um die Politik der neuen Landnahme und der grundlegenden Veränderungen im Agrarbereich behandeln. Konferenzdokumentation

29. März 2011, Bonn: Landkonflikte

Die Veranstaltung des neuen Projekts Zukunft der Ernährung will an Länderbeispielen Konfliktverläufe analysieren, um Forschungsbedarf und politische Handlungsempfehlungen zu formulieren. Die Einführungsrede hält Maryam Rahmanian, Vertreterin der Zivilgesellschaft im Wissenschaftlichen Beirat des UN-Komitees für Ernährungssicherheit (Committee on World Food Security, CFS), in dem Verhaltensregeln für kommerzielle Investitionen in die Landwirtschaft verhandelt werden. Mehr

28.-29. Oktober 2010, Groningen: "Africa for sale"

Die internationale Konferenz "'Africa for sale' - Analysing and theorizing foreign land claims and acquisitions" an der Universität von Groningen will die Landnahme in Afrika durch ausländische Investoren wissenschaftlich aufarbeiten. Dabei sollen neben Agrarprojekten auch Umweltschutzprojekte, Bergbau- und Tourismusvorhaben analysiert werden. Weitere Informationen über die Konferenz, aber leider keine Veröffentlichung von Vorträgen oder Ergebnissen. 

November 2010, Berlin: Land grab im Doppelpack

Gleich zwei Konferenzen befassen sich mit der industriellen Landbesetzung in Ländern des Südens: am 12./13. laden Bündnis 90/Die Grünen und die Heinrich-Böll-Stiftung zur Diskussion, am 18. FDCL und "Brot für die Welt" - und alle suchen nach Antwort auf die Frage: Was tun?

Zur Orientierung siehedie globe-spotting-Literaturübersicht