Zauberformel PPP
"Public Private Partnerships" (PPP) sind zum Hoffnungsträger nicht nur der Entwicklungszusammenarbeit geworden. Sowohl auf der globalen als auch auf der kommunalen Ebene wird unter anderem mit dem Vorwand leerer Kassen versucht, immer mehr bislang öffentliche Aufgaben wie Bildung, Gesundheit oder Nahverkehr privaten Unternehmen zu übertragen - oft mit gravierenden Folgen für die Bevölkerung. In der Entwicklungspolitik bedeutet dieser Paradigmenwechsel, dass es zu Zielkonflikten zwischen Armutsbekämpfung und nachhaltiger Entwicklung einerseits, wirtschaftlichen Interessen privater Partnerunternehmen andererseits kommen kann.
Weed-Arbeitspapier: Zauberformel PPP. "Entwicklungspartnerschaften" mit der Privatwirtschaft: Download (pdf-Datei 460 kb)
Wasser für die Armen durch Hilfe für die Industrie?
Der Wassersektor ist ein Schwerpunkt der deutschen Entwicklungspolitik. Durch "Entwicklungspartnerschaften" mit der Privatwirtschaft will sie, nach eigenen Aussagen, die Armut bekämpfen und die Nutzung knapper Ressourcen verbessern. Nur private Unternehmen könnten die hohen Investitionen aufbringen, die notwendig wären, um bis 2015 die Zahl der Menschen ohne Zugang zu sicherem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen zu halbieren.
Hintergrundpapier: Entwicklungspartnerschaften im Wassersektor, herausgegeben von Brot für die Welt: Download (pdf-Dabei 106 kb)
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