Städtische Wasserversorgung in China

Ähnlich wie die Studie des Xinjiang Conservation Fund (siehe Privatisierung) will dieser Bericht der in Hongkong ansässigen NGO Globalization Monitor Licht in die weitgehend unbekannten Entwicklungen bei der Privatisierung der öffentlichen Wasserversorgung in Form von Gemeinschaftsunternehmen mit Transnationalen Konzernen bringen. Ausgehend von einer Bestandsaufnahme der Probleme im Wassersektor versucht er, die Auswirkungen der Privatisierung zu erfassen, wofür auch Interviews und Befragungen von VerbraucherInnen durchgeführt wurden.

Globalization Monitor, The Reform of the Urban Water Supply in Southern China. Hongkong, April 2010. Download (pdf-Datei, 108 Seiten): http://www.waterjustice.org/uploads/attachments/GM_Water_Book.pdf

Romantischer Blick auf Alternativen?

Gemma Boag; David A. McDonald, A Critical Review of Public-Public Partnerships in Water Services. In: Water Alternatives, Volume 3/Issue 1, 2010 (Download pdf-Datei 285 kb)

Public-Public Partnerships (PUPs) wie die Zusammenarbeit von öffentlichen Versorgungsunternehmen haben sich nicht nur im Wassersektor als vielversprechende Alternativen zur Privatisierung in ihren unterschiedlichen Spielarten etabliert (Siehe die Beispiele bei 'Reclaiming Public Water'). Die Autoren warnen auf der Grundlage ihrer Bestandsaufnahme der Literatur jedoch davor, diese Ansätze "unkritisch zu feiern" und über konzeptuelle Unklarheiten hinwegzusehen. Auch zivilgesellschaftliche Organiationen klagen darüber, dass öffentliche Partnerschaften nicht automatisch gefeit sind gegen eine Kommerzialisierung, wie sie auch bei Privatisierungen erfolgt. Notwendig seien daher eine kritische Analyse und die Entwicklung nicht-kommerzieller Modelle, unter aktiver Beteiligung von Gewerkschaften, zivilgesellschaftlichen Gruppen und NGOs.

(Eingestellt 16. Februar 2010)

Candelas u.a. (2008), Krise der Privatisierung

Mario Candelas, Rainer Rilling, Katharina Weise (Hrsg.), Krise der Privatisierung, Rückkehr des Öffentlichen. Texte der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Band 53. Berlin (Karl Dietz Verlag) 2008

Die neoliberale Privatisierung steckt in einer Krise, doch das bedeutet nicht unbedingt ihr Ende. Politik und Investoren suchen sich andere Aktionsfelder. Dennoch werden Verschiebungen im gesellschaftlichen Klima deutlich, die Kampagnen gegen Privatisierungen Erfolge bescheren und Rekommunalisierungen sowie die Debatte um das Öffentliche vorantreiben.

Download (pdf-Datei) bei Rosa-Luxemburg-Stiftung. (Eingestellt 21. Januar 2010)

Weitere Literaturhinweise:

  

Die Aktivitäten von USAID im Wassersektor

Water Movements in Latin America

Stadler/Hoering (2003), Das Wasser-Monopoly