April 2012, Washington: Land und Armut
Jedes Jahr bringt die Weltbank für ihre Konferenz 'Land and Poverty' Vertreter von Regierungen, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, der Privatwirtschaft und der Entwicklungsarbeit zusammen, um aktuelle Themen rund um die Landfrage zu diskutieren. Unter dem Titel 'Land governance in a rapidly changing environment' geht es dieses Mal (23.-26.4.2012) um "innovative Ansätze" angesichts von Strukturwandel, wirtschaftlicher Transformation, Klimaveränderungen und steigender Nachfrage nach Ressourcen "in a pro-poor and gender-sensitive perspective". Viele der oft aufschlussreichen Beiträge werden anschließend auf der Website eingestellt. Siehe auch die Konferenz 2011 mit dem Thema 'Countries Strengthen Land Governance'. Update: Inzwischen stehen die ersten Beiträge als pdf-Dateien oder Präsentationen auf der Website.
Mai 2012, Hamburg: Wissenslücken schließen
Das German Institute of Global and Area Studies (GIGA) will bei einer internationalen Fachtagung (11.5.2012) die Informationslücken über Umfang und Auswirkungen großer Agrarinvestitionen verringern. Unter anderem soll die Datensammlung LAND Matrix vorgestellt werden. Info
Mai 2012, London: Food&Finance
Bei der Konferenz am 17. Mai mit dem doppelbödigen Slogan "A business and investment opportunity to you which can mean life or death to someone else", organisiert vom Finanzmarkt-Informationsdienst Euromoney, versuchen Vertreter von Regierungen, bi - und multilateralen Entwicklungsorganisationen wie der Weltbank und dem britischen Department for International Development, Investoren die Sorgen um Risiken von Investitionen in den Agrarbereich zu nehmen. Info
Juni 2012, Berlin: Leitlinien gegen Landraub
Am 11. Mai wurden die Freiwilligen Leitlinien der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft, FAO, zu Nutzungsrechten an Land, Fischgründen und Wäldern verabschiedet. Am 6. Juni laden nichtstaatliche Entwicklungsorganisationen, die große Hoffnungen in dieses neue Instrument setzen, zu einer Bewertung ein, wie sie gegen Land grabbing und für die Bekämpfung von Armut und Hunger genutzt werden können. Einladung und Programm
Juni 2012, The Hague: 'Land grabbing' - Theorie und Empirie
Vor dem Hintergrund der Freiwilligen Richtlinien zu Landbesitz der FAO, der Weltbank-Konferenz "Land and Poverty" (April 2012) und der UN-Konferenz Rio+20 (Juni 2012), bei der Land- und Agrarfragen eine wichtige Rolle spielen, werden bei dem Kolloquium am 11. Juni, organisiert unter anderem vom International Institute of Social Studies, ISS, Wissenschaftler, Entwicklungsexperten und Aktivisten neue Studien zu verschiedenen Aspekten der Landnahme vorstellen und diskutieren. Programm
Juni 2012, Halle: Land im Osten
Im Rahmen des Forum2012 (20.-22.6.2012) will das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (iamo) "Potenziale und Lösungen zwischen Preisgabe und Land Grabbing" von Landnutzungsänderungen in Osteuropa und Ostasien ausloten. Info
Oktober 2012, New York: Global Land Grabbing II
Die Land Deal Politics Initiative organisiert an der Cornell University, Ithaca, New York, nach ihrer Konferenz im April 2011 in Brighton eine weitere Internationale Konferenz (17.-19.10.2012), um die wissenschaftliche Diskussion über die globale Landnahme zu vertiefen und verbreitern. Call for Papers
Rückblick:
Januar 2012, Berlin: Positionspapier des BMZ
Am 23.1. stellte das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) im Rahmen einer Diskussion über 'Investitionen in Land und das Phänomen des "Land Grabbing"' seine entwicklungspolitischen Vorstellungen und Ansätze vor, wie die "Chancen nachhaltig getätigter landwirtschaftlicher Investitionen für Armutsbekämpfung, Ernährungssicherung und die Entwicklung ländlicher Räume" wirksamer als bislang genutzt werden könnten. Einladung und Programm. Siehe dazu den Blog-Beitrag des FIAN-Agrarexperten Roman Herre.
November 2011, Berlin: Politik gegen den Hunger
Bei der 9. Konferenz Policies against Hunger, organisiert vom Landwirtschaftsministerium (21.-23.11), wird das Schwerpunktthema der Zugang zu natürlichen Ressourcen sein. Dokumentation und ein Kommentar über die 8. Konferenz (Juni 2010)
Oktober 2011, Rom: Komitee für Ernährungssicherheit
Bei der 37. Sitzung des Committee on World Food Security (CFS) vom 17.-22.10.2011 sollten unter anderem die Richtlinien für Landbesitz-Politik verabschiedet werden. Die Entscheidung wurde jedoch verschoben. Info. Siehe dazu die Berichte, die ein Beratungsgremium (High Level Panel of Experts, HLPE) zur Landfrage und zu den Preisschwankungen für Grundnahrungsmittel vorgelegt hat.
Zum CFS ein globe-spotting-Kommentar
6.-8. April 2011, Brighton: Global Land Grabbing
Die internationale wissenschaftliche Konferenz, die unter anderem vom The Journal of Peasant Studies und dem Institute of Development Studies (IDS) der Universität von Sussex organisiert wird, will "einige der dringlichen und strategischen Fragen" rund um die Politik der neuen Landnahme und der grundlegenden Veränderungen im Agrarbereich behandeln. Konferenzdokumentation
29. März 2011, Bonn: Landkonflikte
Die Veranstaltung des neuen Projekts Zukunft der Ernährung will an Länderbeispielen Konfliktverläufe analysieren, um Forschungsbedarf und politische Handlungsempfehlungen zu formulieren. Die Einführungsrede hält Maryam Rahmanian, Vertreterin der Zivilgesellschaft im Wissenschaftlichen Beirat des UN-Komitees für Ernährungssicherheit (Committee on World Food Security, CFS), in dem Verhaltensregeln für kommerzielle Investitionen in die Landwirtschaft verhandelt werden. Mehr
28.-29. Oktober 2010, Groningen: "Africa for sale"
Die internationale Konferenz "'Africa for sale' - Analysing and theorizing foreign land claims and acquisitions" an der Universität von Groningen will die Landnahme in Afrika durch ausländische Investoren wissenschaftlich aufarbeiten. Dabei sollen neben Agrarprojekten auch Umweltschutzprojekte, Bergbau- und Tourismusvorhaben analysiert werden. Weitere Informationen über die Konferenz, aber leider keine Veröffentlichung von Vorträgen oder Ergebnissen.
November 2010, Berlin: Land grab im Doppelpack
Gleich zwei Konferenzen befassen sich mit der industriellen Landbesetzung in Ländern des Südens: am 12./13. laden Bündnis 90/Die Grünen und die Heinrich-Böll-Stiftung zur Diskussion, am 18. FDCL und "Brot für die Welt" - und alle suchen nach Antwort auf die Frage: Was tun?
Zur Orientierung siehe die globe-spotting-Literaturübersicht