Dürftige Ergebnisse des G20-Agrargipfels

29. Juli 2011: Im Juni fand erstmals ein Treffen der Agrarminister der G20, der Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer statt. Zahlreiche Fragen, wie die problematische Ernährungssituation verbessert werden könnte, wurden angesprochen, wie Sophia Murphy vom Institute for Agriculture and Trade Policy berichtet, Entscheidungen jedoch vertagt. Mehr

Hello, Graziano! Bye bye, Savanne?

Neuer FAO-Chef José Graziano da Silva steht auf Gentechnik

Ein Gastbeitrag von Norbert Suchanek, Juli 2011

Als José Graziano da Silva vergangenen Juni zum neuen Chef der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) gewählt wurde, gab es selbst von der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam Vorschusslorbeeren. Denn der 61-jährige Brasilianer gilt als erfolgreicher Kämpfer gegen den Hunger in der Welt. Mehr

Gemeinsam mit den Spekulanten gegen Hunger

Ein Kommentar von Uwe Hoering, Juli 2011

14. Juli 2011: Stolz verkündete die Weltbank vor drei Wochen, dass sie einen neuen Weg gefunden habe, „wie sich Bauern, Nahrungsmittelerzeuger und Verbraucher selbst gegen die Preisschwankungen für Nahrungsmittel schützen können“. Das macht neugierig. Mehr

Peinlich, heuchlerisch, anmaßend

Juni 2011: Die neue Afrika-Strategie der Weltbank (Africa's future and the World Bank's support to it) sei ein Beispiel dafür, wie das multilaterale Establishment, besoffen von seiner eigenen neoliberalen Rhetorik, von den angeblichen Wachstums- und Exportperspektiven des Kontinents schwärmt und gleichzeitig die strukturelle Unterdrückung, bei der es Komplize ist, herunterspielt, meint Patrick Bond von der University of KwaZulu-Natal in seinem Kommentar

Weniger Verschwendung hilft nicht gegen Hunger

Ein Kommentar von Uwe Hoering zum FAO-Kongress SaveFood!, Mai 2011

Mit ihrem Appell 'Save Food' greift die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO einen Skandal von gewaltigem Ausmaß auf: Etwa ein Drittel der Nahrung, die für den menschlichen Verbrauch erzeugt wird, geht weltweit verloren. Ihre Lösungsvorschläge beschränken sich allerdings weitgehend auf Kosmetik – den Hungernden helfen sie kaum. Mehr

Aus Liebe zum Markt

Die Weltbank, die Nahrungsmittelkrise und die Landwirtschaft

Ein Gastbeitrag von Ama Marston (Bretton Woods Project)

18. Februar 2011: Während Nahrungsmittelpreise auf Rekordhöhe zum Aufstand in Nordafrika und in anderen Regionen beigetragen haben, hat das unerschütterliche Vertrauen der Weltbank in die Märkte eine Diskussion ausgelöst, wie die vielfältigen Ursachen, die der globalen Krise der Nahrungspreise zugrunde liegen, am Besten angegangen werden sollten. Gleichzeitig fördert Weltbankpräsident Robert Zoellick weiterhin die Bemühungen, Landwirtschaft in den CO2-Markt einzubringen. Mehr

Vogelgrippe als Steigbügelhalter für Genfleisch

Januar 2011: Britische Forscher melden einen "Durchbruch" beim Schutz von Tieren gegen Virusinfektionen. In der Wissenschaftszeitschrift Science berichten sie darüber, dass Hühner genetisch so verändert wurden, dass die Übertragung der Vogelgrippe sowohl von Tier zu Tier als auch von Tier zu Mensch unterbunden werde. Davon versprechen sie sich nicht nur wirtschaftliche Vorteile für die Industrie, sondern auch eine größere Akzeptanz für die Anwendung von Gentechnologie bei der Produktion von Nahrungsmitteln. Ein Kommentar von Uwe Hoering

"Land grab": Zu Risiken fragen Sie die Weltbank

 Ein Kommentar von Uwe Hoering zum Weltbank-Bericht Rising Global Interest in Farmland, September 2010

Jetzt haben wir es sozusagen aus berufenem Munde: Das Ausmaß von „Land grabbing“ ist anscheinend weitaus größer als bislang vermutet. Allein im Jahr 2009 fanden Verhandlungen und Vereinbarungen mit privaten Investoren über 45 Millionen Hektar Land statt, über 70 Prozent davon in Afrika. Das jedenfalls steht im mit Spannung erwarteten Bericht der Weltbank (1) über das "steigende globale Interesse an Agrarland". (2) In der heftigen Diskussion um Ausmaß und Auswirkungen dieser Landübernahmen und geeignete Antworten darauf (3) kommt der Position der Weltbank als der wichtigsten Entwicklungsinstitution einiges Gewicht zu. Mehr