Nachhaltige Landwirtschaft in China
April 2010: Die Landwirtschaft in China hat unübersehbare Probleme: Boden und Wasser werden durch Agrargifte und Dünger geschädigt und durch Urbanisierung und Erosion knapp. Der Sojaanbau leidet unter Billigimporten. Die Kluft zwischen Stadt und Land wächst. Lebensmittelskandale empören die Bevölkerung. Diese Gefährdung der Ernährungssicherheit und mögliche Lösungen wurden Mitte März bei einem internationalen Workshop in Beijings Renmin-Universität diskutiert. Ein Bericht für das EU-China Civil Society Forum.
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Reis aus dem Gentechnik-Labor?
Januar 2010: Sowohl für Chinas Agrarstrategie als auch für die industrielle Aufholjagd spielen Bio- und Gentechnologie eine zentrale Rolle. Befürworter wie Gegner von gentechnisch veränderten Agrarprodukten blicken daher gleichermaßen gespannt auf die Politik der Regierung in Beijing.
Falscher Alarm?
Anfang Dezember vergangenen Jahres kündigte das chinesische Landwirtschaftsministerium an, dass zwei gentechnisch veränderte (gv) Reissorten – Hua Hui 1 und Bt Shanyou 63 – den Sicherheitscheck bestanden hätten und in zwei bis drei Jahren kommerziell angebaut werden könnten. Damit schienen sich die Hoffnungen der Gentechnologie-Industrie auf der einen Seite, die Befürchtungen ihrer Kritiker auf der anderen zu erfüllen: Der Durchbruch für gv-Produkte in den Massenmarkt für Grundnahrungsmittel.
Dagegen kommt vom Third World Network (TWN) in Beijing vorsichtige Entwarnung. Die Bescheinigung der Biosicherheit, so die nichtstaatliche Lobby-Organisation, gilt nur für die Provinz Hubei, in der die Huazhong Agriculture University angesiedelt ist, die die Reisvarianten entwickelt hat. Und sie ist bis Sommer 2014 befristet. Vor allem aber ist der komplizierte Zulassungsprozess für die kommerzielle Nutzung damit noch nicht abgeschlossen. "Daher kann es noch eine Weile dauern, bis gv-Reis tatsächlich kommerziell in China angebaut wird".
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Siehe dazu das Gespräch mit dem Agrarökonom Zhou Li, China Renmin University, Beijing