Handel, der den Menschen dient
Handel ist besser als Hilfe. Das gilt nicht nur für Länder, sondern auch für die kleinbäuerliche Landwirtschaft, die die Mehrheit der ländlichen Bevölkerung beschäftigt und das Rückgrat für Ernährungssicherung, Armutsminderung und wirtschaftliche Entwicklung ist. Doch nur wer etwas zu verkaufen hat, kann teilnehmen. Außerdem regelt sich der Markt nach Gesetzen, die nicht immer gerecht sind. Vor allem die kleinen Anbieter ziehen dabei oft den Kürzeren. Wie können sie gestärkt werden, um erfolgreicher zu handeln?
Text: Landwirtschaft und Fairer Handel: Download (pdf-Datei 132 kb)
Dem Weltmarkt ein Schnippchen schlagen
Früher hießen sie Kolonialwaren. Doch die Kolonien sind längst unabhängig, die Kolonialwarenläden verschwunden. Heute stehen Kaffee, Tee, Kakao oder Schokolade in jedem Supermarkt, sind längst kein Luxusprodukt mehr. Anders für viele kleinbäuerliche Familien: Sie können sich den Anbau von Kaffee oder Kakao eigentlich nicht mehr leisten, seit die Weltmarktpreise in den Keller gerutscht sind. Die Preise decken vielfach nicht die Produktionskosten.
FairTrade: Download (pdf-Datei 80 kb)
Café de Salud
Die Naturheilmedizin in der Apotheke des Gesundheitszentrums von Lachiviza wird überwiegend selbst hergestellt, vom Apotheker und von Heilkundigen. Für die Menschen in der abgelegenen Provinz Oaxaca im Süden Mexikos ist sie dadurch erschwinglich. Dass es die kleine Apotheke und die Casa de Salud, in der die Menschen aus der Umgebung ärztlich behandelt werden, überhaupt gibt, liegt unter anderem an den Lastwagen der Genossenschaft UCIRI. Ohne lokale Zwischenhändler kann damit der Kaffee der Kleinproduzenten zur Genossenschaftszentrale in Lachiviza gebracht werden. Die Mehreinnahmen helfen, die Casa de Salud zu finanzieren.
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