Uwe Hoerings Blog:

Wer bringt Afrikas Landwirtschaft voran?

von Uwe Hoering, März 2013

In zwei neuen Studien sorgen sich Weltbank und IFPRI, das Internationale Forschungsinstitut für Ernährungspolitik, um die Entwicklung der Landwirtschaft, besonders in Afrika, um den Hunger und die Armut und machen Vorschläge für Lösungen, bei denen die bäuerliche Landwirtschaft allerdings nur eine untergeordnete Rolle spielt. Mehr 

 

Januar 2013: Rückblick, Ausblick

Zu Neujahr gehören die Rückblicke auf Ereignisse des vergangenen Jahres, die für wichtig erachtet werden, und der Versuch, vorausschauend mögliche Ereignisse und Entwicklungen zu benennen. Wie sieht das für die Globe-spotting-Themen anlässlich des Jahreswechsels 2012 auf 2013 aus? Mehr 

 

Industrie kümmert sich um die Weltmeere

Juli 2012: Während die Erwartungen von umwelt- und entwicklungspolitischen Organisationen, dass beim UN-Gipfel Rio+20 Mitte Juni Entscheidungen zum Schutz der Weltmeere voran kommen würden, weitgehend enttäuscht wurden, hat sich die Industrie bereits gut aufgestellt, um zukünftige Entscheidungen über die Governance der Weltmeere in ihrem Sinne zu beeinflussen. Mehr

 

Wo, bitte, geht’s zur Ernährungssicherheit?

Juni 2012: Organisiert von der Entwicklungsorganisation SOS Faim, bereiste ich Anfang Juni den Senegal, um über Ansätze zu einer besseren Eigenversorgung mit Lebensmitteln zu berichten. Denn das kleine westafrikanische Land, das unter anderem drei Viertel seines Reisbedarfs importiert, ist vom Anstieg der Nahrungsmittelpreise besonders betroffen. Zivilgesellschaft und Regierung versuchen nun, diese Abhängigkeit durch eine Steigerung der einheimischen Agrarproduktion zu verhindern. Ein Reise-Tagebuch

 

"Land Grabbing ist kein Neokolonialismus"

Mai 2012: Der Begriff Land Grabbing hat die Diskussion über die Problematik ausländischer Agrarinvestitionen angeheizt. Im Gespräch mit Uwe Hoering geht Nele Heiland vom Geographischen Institut der Humboldt-Universität in Berlin den Ursachen und Auswirkungen nach, wobei insbesondere die Entwicklungen in Äthiopien im Zentrum stehen. Mehr

 

Obamas Allianz für Ernährungs-sicherheit

Mai 2012: Im Vorprogramm des G8-Gipfels in Camp David hat Präsident Barack Obama am 18. Mai eine Neue Allianz für Ernährungssicherheit vorgestellt, bei der die Privatwirtschaft helfen soll, dass Afrikas ärmste Bauern und Bäuerinnen sich selbst versorgen können. Manche Beobachter halten diese Initiative für einen Schritt in die richtige Richtung. Das Gegenteil ist der Fall. Mehr

 

Wasser für die Green Economy

Ein Bericht vom 6. Weltwasserforum von Uwe Hoering, April 2012

„Wir brauchen Wachstum und wir brauchen Grün“, so Xavier Leflaive von der OECD. Mit dem Argument, dass die Weltbevölkerung, die Wirtschaft und der Finanzierungsbedarf kräftig steigen werden, werben die Strategen von der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für Investitionen in Wasser als einen wesentlichen Bereich für weiteres Wachstum. Und suchen dafür nach "innovativer Finanzierung". Mehr

 

Zweifelhafte Erfolgsmeldung

Trinkwasserversorgung für neun von zehn Menschen angeblich gesichert

von Uwe Hoering, März 2012

Stolz vermelden die Vereinten Nationen, dass die Zahl der Menschen, die über sauberes Trinkwasser verfügen, deutlich gestiegen sei: Mit 89 Prozent der Weltbevölkerung, so die Frohe Botschaft im aktuellen Wasserbericht, sei das Millenniums-Entwicklungsziel, den Anteil der Bevölkerung ohne Zugang zu sicherem Trinkwasser bis 2015 zu halbieren, bereits jetzt, drei Jahre vor der Deadline, erreicht, ja sogar übertroffen. Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Mehr

 

"Nahrung muss reisen"

Freihandel als ökologische und moralische Verpflichtung

Von Uwe Hoering, Februar 2012

Mit der Ankündigung, er werde „schwierige“ und „unangenehme Fragen“ behandeln, schürte WTO-Generaldirektor Pascal Lamy die Spannung auf seine Rede bei einer Konferenz der Zeitschrift The Economist in Genf. Bei dem Treffen „Feeding the World“ Anfang Februar machten sich führende Manager aus Lebensmittel- und Agrarindustrie Gedanken darüber, wie die Welt und neun Milliarden Menschen ernährt werden können. Mehr

 

Januar 2012: Rückblick, Ausblick

Zum Jahreswechsel gehören die Rückblicke auf Ereignisse des vergangenen Jahres, die für wichtig erachtet werden, und der Versuch, vorausschauend mögliche Ereignisse und Entwicklungen zu benennen. Wie sieht das für die Globe-spotting-Themen aus? Mehr

 

Boykottiert Rio+20!

November 2011: Wenn im Juni 2012 in Rio de Janeiro die Umweltminister, Staats- und Regierungschefs zum Gipfel Rio+20 auflaufen, dann wird schon Nostalgie aufkommen. Denn der Vorläufer, der „Erdgipfel“ 1992, war Aufbruch. Es waren die Zeiten, in denen vom Wind des Wandels gesprochen und gesungen wurde. Kalter Krieg und Systemkonkurrenz waren beendet, neue Perspektiven, ein Paradigmenwechsel schienen möglich. Die UN-Konferenz Umwelt und Entwicklung (UNCED) versprach damals mit ihrem Konzept der Nachhaltigkeit, ein Gegengewicht zur neoliberalen Globalisierung zu bieten.

Doch 20 Jahre später gibt es in Rio wenig zu feiern. In Rio stehen viele der brennenden Themen und Fragen nicht auf der Tagesordnung. In Rio werden keine Weichen gestellt und keine wichtigen Entscheidungen fallen. Und für die Zivilgesellschaft ist in Rio kein Blumentopf zu gewinnen. Ja, Rio+20 kann und sollte genutzt werden, um für die eigenen Ideen, Positionen und Forderungen zu werben. Aber das geschieht besser, indem man Rio+20 boykottiert. Mehr

Auch in Englisch: "Boycott Rio+20!"

 

Chancen durch 'Land grabbing'

Oktober 2011: Der breiten und fundierten Kritik am 'Land grabbing' halten Befürworter der neuen, großflächigen Agrarinvestitionen deren angebliche Chancen entgegen. Eine davon sei die Vertragslandwirtschaft. Bauern könnten ihr Land behalten und als Zulieferer für kommerzielle Abnehmer arbeiten. In der Tat suchen Supermarktketten, Agrarkonzerne, Handelsunternehmen und Plantagenbetreiber verstärkt nach 'inklusiven Geschäftsmodellen', um Bauern effizienter in ihre Produktions- und „Wertschöpfungsketten“ einzubinden.

Das klingt für manche Bauern durchaus attraktiv: Sie bekommen für Investitionen Kredite, Saatgut, Pestizide und Dünger werden geliefert, der Absatz ihrer Produkte ist gesichert. Mehr

 

Weitere Blog-Beiträge

Frühere Beiträge im Archiv

In diesem Gästeblog werden Kommentare, Berichte und Beiträge anderer Verfasser und Verfasserinnen rund um die globe-spotting-Themen eingestellt. Uwe Hoering

Frohe Weihnachten, Afrika

Januar 2013: In einer vorweihnachtlichen Anzeige vergleicht das Niebel-Ministerium die Entwicklungszusammenarbeit mit dem Weihnachtsmann, der mit seinem Rentier-Schlitten vor einer afrikanischen Hütte vorfährt. Ein Kommentar von Theo Rauch.

21st Century Eco-Socialism?

Struggles over Nature in Venezuela

An interview with Santiago Arconada, by Susan Spronk (SS) and Rebecca McMillan (RM)

Santiago Arconada was the first Community Coordinator for the Caracas metropolitan region of HIDROCAPITAL, the city's water utility, and subsequently held several prominent positions in HIDROVEN, the national water company. He was part of a team of reformers responsible for implementing the participatory model of the technical water committees (mesas técnicas de agua, MTAs) throughout Venezuela beginning in the mid-1990s. He currently teaches at the Universidad Indígena de Venezuela and has written extensively about decolonization, socialism, the MTAs, and the Bolivarian Process. In this interview, Santiago discusses the peaks and valleys experienced by the mesas técnicas de agua and the differences between 21st century socialism and eco-socialism. He concludes by proposing a radical rethinking of the human-nature relationship. Mehr 

On World Bank's Inclusive Green Growth

By Patrick Bond

Mai 2012: The debate over the Green Economy rages on next month in Rio de Janeiro, at the International Society for Ecological Economics meetings, the Cupula dos Povos alternative people’s summit, and the UN’s Rio+20 Earth Summit. Proponents and critics of ‘green growth’ capitalism will butt heads using narratives about valuations of nature and the efficacy of markets. More

Vermarktung der Natur: Die Weltbank bei Rio+20

5. April 2012: Die Bank hat angekündigt, bei der UN-Konferenz Nachhaltige Entwicklung aka Rio+20 im Juni in Brasilien neue Initiativen zu Ozeanen und zur Inwertsetzung von Umweltdienstleistungen vorzustellen, wird jedoch von zivilgesellschaftlichen Organisationen wegen ihres Ansatzes von 'Grünem Wachstum' angegriffen. Ein Beitrag von Bretton Woods Project: Mehr

"Nur Gewinner, keine Verlierer"

Februar 2012: Das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat seine Position zum Thema Land Grabbing neu formuliert. Wird damit dem globalen Landraub der Kampf angesagt? Drei kritische Fragen des FIAN-Agrarexperten Roman Herre: Mehr

Rio+20: Lösungen für die 'Green Economy'

von Jürgen Maier, Dezember 2011

In seiner Diskurs-Analyse der Bonner 'Nexus-Konferenz', die die Bundesregierung Mitte November durchführte, arbeitet Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forum Umwelt & Entwicklung, heraus, dass die NGOs bei der Diskussion um eine 'Green Economy' gegenüber schwarz-gelber Politik und Unternehmen ins Hintertreffen zu geraten drohen. Sie müssten sich wieder mehr auf die eigenen Stärken und Konzepte besinnen. Mehr

Tier-Gentechniker treffen auf ihre Kritiker

Ein Tagungsbericht von Susanne Gura, Oktober 2011

Anders als bei gentechnisch veränderten Pflanzen erfährt die Öffentlichkeit wenig über die weit fortgeschrittene Entwicklung gentechnisch veränderter Tiere. Ein internationales Symposium über Gentransfer bei Tieren, das die Niederländische Gentechnik-Kommission COGEM kürzlich durchführte, war eine seltene Gelegenheit, mit Managern und Forschern zu diskutieren. Doch deren Reaktion bestand weitgehend aus Schweigen, Ablenken und Diffamieren der Kritik. Mehr

Selbstbestimmung über unser Essen

Beim Nyéléni-Forum, das Mitte August in Österreich stattfand, wurde eine europäische Bewegung für Ernährungssouveränität angestoßen, berichtet Berit Thomsen von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) in ihrem Gastbeitrag:

In Irland werden meist Kartoffeln aus Kenia angeboten. Ernährungssouveränität bedeutet für mich, dass ich Zugang zu Lebensmitteln habe, die vor Ort produziert werden“, sagt Jiân Crowley von Food Action in Irland. „Nicht die Konzerne, sondern ich als Bäuerin muss entscheiden können, welches Saatgut ich anbaue, oder ob ich meine Milch als Rohmilch verkaufe“, ist die Sicht der österreichischen Bäuerin Monika Kleinschuster, Vorstandsmitglied ÖBV-Via Campesina. Mehr

Dürftige Ergebnisse des G20-Agrargipfels

29. Juli 2011: Im Juni fand erstmals ein Treffen der Agrarminister der G20, der Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer statt. Zahlreiche Fragen, wie die problematische Ernährungssituation verbessert werden könnte, wurden angesprochen, wie Sophia Murphy vom Institute for Agriculture and Trade Policy berichtet, Entscheidungen jedoch vertagt. Mehr

Hello, Graziano! Bye bye, Savanne?

Neuer FAO-Chef José Graziano da Silva steht auf Gentechnik

Ein Gastbeitrag von Norbert Suchanek, Juli 2011

Als José Graziano da Silva vergangenen Juni zum neuen Chef der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) gewählt wurde, gab es selbst von der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam Vorschusslorbeeren. Denn der 61-jährige Brasilianer gilt als erfolgreicher Kämpfer gegen den Hunger in der Welt. Mehr

Peinlich, heuchlerisch, anmaßend

Juni 2011: Die neue Afrika-Strategie der Weltbank (Africa's future and the World Bank's support to it) sei ein Beispiel dafür, wie das multilaterale Establishment, besoffen von seiner eigenen neoliberalen Rhetorik, von den angeblichen Wachstums- und Exportperspektiven des Kontinents schwärmt und gleichzeitig die strukturelle Unterdrückung, bei der es Komplize ist, herunterspielt, meint Patrick Bond von der University of KwaZulu-Natal in seinem Kommentar

Aus Liebe zum Markt

Die Weltbank, die Nahrungsmittelkrise und die Landwirtschaft

Ein Gastbeitrag von Ama Marston (Bretton Woods Project)

18. Februar 2011: Während Nahrungsmittelpreise auf Rekordhöhe zum Aufstand in Nordafrika und in anderen Regionen beigetragen haben, hat das unerschütterliche Vertrauen der Weltbank in die Märkte eine Diskussion ausgelöst, wie die vielfältigen Ursachen, die der globalen Krise der Nahrungspreise zugrunde liegen, am Besten angegangen werden sollten. Gleichzeitig fördert Weltbankpräsident Robert Zoellick weiterhin die Bemühungen, Landwirtschaft in den CO2-Markt einzubringen. Mehr

Weitere Gastbeiträge:

Frühere Gastbeiträge befinden sich im Archiv