Fatale Lust auf Schwein
Januar 2012: Wachsender Fleischkonsum zeigt den zunehmenden Wohlstand in China, doch die ländlichen Familienbetriebe profitieren davon kaum: ihre kleinbäuerliche Tierhaltung wird zunehmend durch industrielle Fleischproduktion verdrängt, das Futter wird überwiegend importiert, zum Beispiel als Gensoja aus Brasilien. Ein Beitrag für die Tageszeitung 'junge Welt' (3. August 2011) als Download (pdf-Datei 1.0 MB)
Die unbekannte Modernisierung
November 2011: Während die atemberaubenden Erfolge der industriellen Entwicklung hinreichend bekannt sind, ist das 'Pilotprojekt' dafür, die geradezu revolutionäre Rückkehr zur marktorientierten bäuerlichen Landwirtschaft Ende der 1970er Jahre, ausserhalb Chinas weitgehend unbekannt. Ein Überblick über die Phasen der Agrarpolitik und ihrer Auswirkungen. Download (pdf-Datei 2 MB)
Die chinesische Variante des Grünen Kapitalismus
Oktober 2011: China wird als einer der größten Klimasünder attackiert. Dabei hat sich die Regierung ehrgeizige CO2-Reduktionsziele gesetzt. Sie sind Teil einer planmäßig umgesetzten Wirtschaftsstrategie, die China bereits als Vorbild einer Green Economy erscheinen lässt. Doch wie passt das zum anhaltenden Wirtschaftswachstum? Ein Beitrag für den Themenschwerpunkt 'Mission Windrad - der Grüne Kapitalismus kommt', in: iz3w (Nov./Dez. 2011). Download (pdf-Datei 256 kb)
Chinas Landwirtschaft im Dienst der Industrialisierung
Juli 2011: Schon kurz nach dem Ende der Mao-Ära fanden in den ländlichen Regionen tiefgreifende Umwälzungen statt. Die bäuerliche Landwirtschaft stützt seither die Industrialisierung. Inzwischen ist die Agrarindustrie dabei, die Landwirtschaft ihren kommerziellen Interessen zu unterwerfen. Ein Beitrag von Uwe Hoering in iz3w, Juli/August 2011, Dossier: China
Chinas Landwirtschaft global
März 2011: China kann sich zwar weitgehend selbst ernähren. Doch Rohstoffe wie Baumwolle oder Viehfutter wie Soja müssen zunehmend importiert werden, um die Industrie zu versorgen. Das treibt nicht nur die Preise auf dem Weltmarkt in die Höhe, sondern auch chinesische Agrarinvestoren in Nachbarländer der Region, nach Afrika und Lateinamerika. Download (pdf-Datei 1,4 MB)
China: Erfolge und Probleme ländlicher Entwicklung
Dezember 2010: Angesichts seines Aufstiegs zur globalen Wirtschaftsmacht wird oft übersehen, dass China nach wie vor auch noch ein Agrarland ist. Die landwirtschaftliche Entwicklung der vergangenen drei Jahrzehnte war ebenfalls ausgesprochen erfolgreich: Das Land kann seine inzwischen 1,3 Milliarden Einwohner weitgehend selbst ernähren, gleichzeitig steigen die Exporte landwirtschaftlicher Erzeugnisse und das Auslandsengagement chinesischer Agrarunternehmen. Diese weitgehend unbekannte Seite von Chinas Entwicklung und ihre Probleme und Auswirkungen behandelt die Broschüre "Landwirtschaft in China: Zwischen Selbstversorgung und Weltmarktintegration", herausgegeben von der Asienstiftung und dem Netzwerk "EU-China: Civil Society Forum". Besonderes Interesse gilt dabei der Frage, welche Rolle zivilgesellschaftliche Organisationen spielen. Mehr
Der Preis für das 'Gute Leben'
Juni 2010: Der Parlamentarische Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Gerd Müller, sorgt sich qua Amt nicht nur um die Ernährung der deutschen Verbraucher, sondern auch um das Wohlergehen der Chinesen – und um die heimische Milchwirtschaft, um Tierzüchter und Anlagenbauer. Angesichts des boomenden chinesischen Marktes würden sich für die "hochwertige" und "sichere" deutsche Milch große Chancen eröffnen. In der Tat expandieren in China Nachfrage, industrielle Tierhaltung und in- und ausländische Konzerne. Ein Bericht (pdf-Datei 123 kb) von Uwe Hoering und Susanne Gura.
Weitere Texte:
April 2010: Nachhaltige Landwirtschaft in China
April 2010: Die Landwirtschaft in China hat unübersehbare Probleme: Boden und Wasser werden durch Agrargifte und Dünger geschädigt und durch Urbanisierung und Erosion knapp. Der Sojaanbau leidet unter Billigimporten. Die Kluft zwischen Stadt und Land wächst. Lebensmittelskandale empören die Bevölkerung. Diese Gefährdung der Ernährungssicherheit und mögliche Lösungen wurden Mitte März bei einem internationalen Workshop in Beijings Renmin-Universität diskutiert. Ein Bericht für das EU-China: Civil Society Forum.
Der Beitrag als Download (pdf-Datei 160 kb)
März 2010: Reisanbau in China - Uphoffs Hoffnung
Nie Fu-qui verstößt gegen so ziemlich alle Regeln des Reisanbaus. Beim Auspflanzen setzt der Bauer aus dem Dorf Bu Tou in der Provinz Zhejiang nicht jeweils ganze Büschel, sondern immer nur einzelne und sehr junge Setzlinge, zudem im Abstand von 40 Zentimetern und exakt in Reihe. Das Feld wird auch nicht geflutet, sondern nur spärlich bewässert. Und Nie Fu-qui verzichtet weitgehend auf Industriedünger, ganz auf Chemie gegen Unkraut und Schädlinge. Da er dennoch höhere Erträge hat, überzeugte die neue, unorthodoxe Methode auch viele seiner Nachbarn.
Der vollständige Text als Download (pdf-Datei 99 kb)
Siehe dazu auch: Reiche Ernte. Eine Erfolgsgeschichte aus Kambodscha. Broschüre 16 Seiten, herausgegeben vom EED (2008): Download (pdf-Datei 1,92 MB), auch in englisch
Januar 2010: Reis aus dem Gentechnik-Labor?
Januar 2010: Sowohl für Chinas Agrarstrategie als auch für die industrielle Aufholjagd spielen Bio- und Gentechnologie eine zentrale Rolle. Befürworter wie Gegner von gentechnisch veränderten Agrarprodukten blicken daher gleichermaßen gespannt auf die Politik der Regierung in Beijing.
Falscher Alarm?
Anfang Dezember vergangenen Jahres kündigte das chinesische Landwirtschaftsministerium an, dass zwei gentechnisch veränderte (gv) Reissorten – Hua Hui 1 und Bt Shanyou 63 – den Sicherheitscheck bestanden hätten und in zwei bis drei Jahren kommerziell angebaut werden könnten. Damit schienen sich die Hoffnungen der Gentechnologie-Industrie auf der einen Seite, die Befürchtungen ihrer Kritiker auf der anderen zu erfüllen: Der Durchbruch für gv-Produkte in den Massenmarkt für Grundnahrungsmittel.
Dagegen kommt vom Third World Network (TWN) in Beijing vorsichtige Entwarnung. Die Bescheinigung der Biosicherheit, so die nichtstaatliche Lobby-Organisation, gilt nur für die Provinz Hubei, in der die Huazhong Agriculture University angesiedelt ist, die die Reisvarianten entwickelt hat. Und sie ist bis Sommer 2014 befristet. Vor allem aber ist der komplizierte Zulassungsprozess für die kommerzielle Nutzung damit noch nicht abgeschlossen. "Daher kann es noch eine Weile dauern, bis gv-Reis tatsächlich kommerziell in China angebaut wird".
Mehr: Der ganze Text: "China: Reis aus dem Gentechnik-Labor?" als Download (pdf-Datei 127 kb)
Siehe dazu das Gespräch mit dem Agrarökonom Zhou Li, China Renmin University, Beijing
August 2009: China - Grüne Revolution wird grüner
Auf den Bierdosen prangt das Label „Green Food“, ebenso auf Tüten mit Reis, Chips und Gewürzen, auf Konserven und Flaschen. In der Bioabteilung des Carrefour-Supermarktes in Beijings Guangqumennei Dajie wird auf Postern die Herkunft von Obst und Gemüse von der Farm bis zum Regal erläutert. Eine junge Verkäuferin steht bereit, Fragen zu beantworten. „China ist weltweit führend in der organischen Bewegung“, meint der australische Agrarwissenschaftler John Paull und sieht eine „organische Agrarrevolution“ heraufziehen. Chinas erstes, bereits in den 1980er Jahren gegründetes „Öko-Dorf“ Liu Min Ying ist inzwischen ein Großkonzern, der Supermarktketten beliefert und in Ökotourismus und -training diversifiziert hat, und gilt heute als eines der reichsten Dörfer in der Hauptstadt-Region. Bioläden wie Lohao City haben Filialen in Beijing, Shanghai und der Industriemetropole Shenzhen. Mehr (pdf-Datei 93 kb)
Juli 2009: Private Wasserversorger in China
Juli 2009: China gehört zu den wenigen Ländern außerhalb Europas, in denen Versorgungskonzerne wie Veolia, Suez und BerlinWasser noch aktiv sind, nachdem sie sich aus den meisten anderen Ländern in Asien ebenso wie aus Lateinamerika und Afrika aufgrund wirtschaftlicher Probleme, unbefriedigender Profitabilität und breiten Widerstands weitgehend verabschiedet haben. Unbeachtet von der Öffentlichkeit hat die Regierung ihnen seit Mitte der 1990er Jahre den Roten Teppich ausgerollt, unterstützt durch Internationale Finanzinstitutionen wie die Weltbank und die Asiatische Entwicklungsbank ADB. 2007 hatten sie, so die Studie „Wasser auf Abwegen“, an der Wasserversorgung einen Anteil von 15 bis 20 Prozent, im Abwassersektor sogar von 50 bis 70 Prozent. Mehr
November 2008: Beijing entdeckt die Landwirtschaft
November 2008: Der Zeitpunkt war perfekt gewählt: Mitte Oktober 2008 verabschiedete das Zentralkommitee der Kommunistischen Partei Chinas einen Reformvorschlag, der den Bauern erlaubt, ihre Landnutzungsrechte abzutreten. Während die einen sich davon eine Modernisierung der kleinteiligen Landwirtschaft erwarten, befürchten andere, dass viele Familien dadurch ihr Land verlieren könnten.
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