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German Food Partnership

Trotz der englischen Bezeichnung handelt es sich um eine deutsche Initiative: Im Juni 2012 riefen rund 30 Organisationen, Unternehmen und Wirtschaftsverbände gemeinsam mit dem Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, BMZ, die Deutsche Initiative für Agrarwirtschaft und Ernährung in Schwellen- und Entwicklungsländern aus, die inzwischen in German Food Partnership umbenannt wurde. Komplementär zu internationalen Initiativen wie der New Alliance for Food Security and Nutrition der G8-Regierungen sollen in dieser neuen "Entwicklungspartnerschaft" verschiedene Akteure entlang der Wertschöpfungskette eingebunden und "innovative Geschäftsmodelle" im Agrar- und Ernährungsbereich gefördert werden. Dadurch würden sich neue Marktchancen für beteiligte Unternehmen wie Bayer CropScience, BASF und Metro eröffnen. Erste Projekte sind die Asia German Better Rice Initiative (AGBRI) in Thailand, Indonesien, Vietnam, Pakistan und Philippinen. Weitere Initiativen - zu Ölsaaten und Kartoffeln - sollen in mehreren afrikanischen Ländern angeschoben werden.

Siehe dazu: Benjamin Luig, 'Business Case' Hungerbekämpfung, herausgegeben vom Forum Umwelt und Entwicklung, und die Diskussionsbeiträge von Roger Peltzer und Ingo Melchers in: Informationsbrief Weltwirtschaft & Entwicklung, 03-04/2013 und 05/2013

In einem Positionspapier fordert das Forum Umwelt und Entwicklung, die Initiative einzustellen, weil das dabei verfolgte Agrarmodell, das einseitig auf die Wirtschaftsinteressen von Agrar- und Ernährungskonzernen zugeschnitten sei, nicht zur Hunger- und Armutsbekämpfung beitrage.