Via Campesina - eine transnationale soziale Bewegung
Der Beitrag analysiert den Ursprung und die Entwícklung des Netzwerks von Bauernorganisationen. Entstanden zunächst in Lateinamerika in den 1980er Jahren, als sich der Staat aus den ländlichen Regionen weitgehend zurückzog und sich damit Spielräume für selbständigere Organisierung eröffneten, beteiligte sich Via Campesina in den 1990er Jahren zunehmend an der internationen Diskussion. Dadurch rückte es zunehmend in eine Führungsposition bei den Kämpfen. In jüngster Zeit gewinnen Gender-Themen und der Widerstand gegen transnationale Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Zentrale Themen der Entwicklung waren der Kampf um die Anerkennung des Konzepts der Ernährungssouveränität, die Stärkung der internen Strukturen und die Bemühungen, eine gemeinsame Identität zu entwickelt und dadurch einen "Bauern-Internationalismus" zu begründen.
Maria Elena Martinez-Torres & Peter M. Rosset, La Via Campesina: the birth and evolution of a transnational social movement. In: The Journal of Peasant Studies, Vol. 37, No. 1, January 2010, 149-175. Als Download (pdf) bei Landaction
Höhere Erträge durch organischen Anbau
Die Untersuchung mit Mais und Soja durch Forscher der Iowa State University ist eine der wenigen vergleichenden Langzeitstudien. Sie wurde gemeinsam mit Bauern und nach kommerziellen Kriterien durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass nicht nur die Erträge im Anbau nach den Standards des National Organic Program der US-Landwirtschaftsbehörde USDA den herkömmlichen Anbau übertreffen können. Der Verzicht auf Chemiedünger und Pestizide bedeutete auch niedrigere Produktionskosten und damit Éinnahmen, die im Schnitt doppelt so hoch waren.
Kurzfassung der Studie "Organic vs. Conventional Farming Systems"
DITSL (2009), Ökologischer Landbau und Fairer Handel
Im Auftrag des Weltladen-Dachverbandes und des Ökoverbandes Naturland haben Wissenschaftler zahlreiche Studien zum Thema 'Fairer Handel und ökologischer Landbau' ausgewertet. Die Literaturstudie zeigt die positiven wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Wirkungen. Gerade für Kleinbauern, die trotz schwieriger Bedingungen oft sehr produktiv sind, sind demnach Öko-Landbau und Fairer Handel eine überzeugende Perspektive. Die Studie ist Teil einer zweijährigen Kampagne, die die beiden Verbände seit Oktober 2009 durchführen.
Deutsches Institut für Tropische und Subtropische Landwirtschaft (Hg.), Ökologischer Landbau und Fairer Handel in Entwicklungsländern. Möglichkeiten nachhaltiger Ertragssteigerung und Beitrag zu Ernährungssicherung und Entwicklung. Status quo und Potenzialanalyse. Witzenhausen, Juli 2009. Bezug als pdf-Datei (Download) bei Naturland oder Weltladen-Dachverband
Weitere Literaturhinweise: