Cola, Reis & Heuschrecken
Januar 2012: Die 24 Beiträge, von denen viele in 2011 in der deutschen Ausgabe der Zeitschrift Le Monde diplomatique erschienen sind, behandeln zahlreiche Einzelaspekte des Landwirtschafts- und Ernährungsbereichs, von Finanzspekulation und Landraub über Arbeitsmigration in der Agrarindustrie und Nahrungsmittelpreise in China bis hin zu Frauenkooperativen in Marokko und alternativen landwirtschaftlichen Methoden in der Sahelzone, einige davon eher bizarr wie Heuschrecken als Nahrungsmittel. Ergänzt werden sie um Schaubilder und Grafiken zu einzelnen Themen.
Cola, Reis & Heuschrecken. Welternährung im 21. Jahrhundert. Edition Le Monde diplomatique, 2011.
Kämpfe um Land
Dezember 2011: Abgesehen vom Beitrag 'Land Grabbing': die große Enteignung' geht es bei dieser Aufsatzsammlung nicht um Landwirtschaft, sondern um das weitere Umfeld, das hilft, die Landnutzungsänderungen und -konflikte im Agrarbereich zu verstehen und einzuordnen. Dazu gehört die Mehrfachkrise, die dazu beiträgt, dass Land immer wichtiger wird, der Einsatz von Biomasse als Teil einer Energiezukunft, um Ressourcenknappheit, die die Grundlagen der Grünen Revolution in Frage stellt, und um den Bergbau. Abschließend werden Konturen von Lösungsstrategien aufgezeigt, die von der Notwendigkeit eines weitreichenden Strukturumbaus der Ökonomie ("Abschied vom Kapitalismus") hin zu solidarischen Ökonomien und sozialen Innovationen ausgehen.
Andreas Exner u.a. (Hrsg.): Kämpfe um Land. Gutes Leben im post-fossilen Zeitalter. Wien (mandelbaum) 2011
WWF started Webseite zur 'Fleischfrage'
20. Oktober 2011: Mit einer neuen thematischen Website will WWF Deutschland die Auseinandersetzung um Fleischproduktion und -konsum und deren Auswirkungen auf die Umwelt, das Klima oder die Gesundheit intensivieren. Zum Einstieg dient die Studie "Fleisch frisst Land" (pdf-Datei 6,07 MB), in deren Mittelpunkt der gewaltige Flächenverbrauch steht, den Deutschland beziehungsweise Europa für die Versorgung mit Fleisch und Viehfutter haben, ein großer Teil davon in Südamerika. Leider wird die Rolle der Industrie bei dieser Entwicklung kaum angesprochen. Siehe daher zusätzlich dazu das globe-spotting-SPECIAL: Ware Fleisch, besonders den Beitrag 'Das Tierzucht-Monopoly'.
Monsanto, der nackte Kaiser
Oktober 2011: Ist es in der Fabel "Des Kaisers neue Kleider" ein Kind, das den Schwindel entlarvt, so sind es in dieser Studie vor allem Berichte von Aktionsgruppen und aktionsorientierten Forschern, die quasi aus der Sicht von unten die falschen Versprechungen der Agroindustrie bloßstellen, die Agro-Gentechnologie würde Ernteverluste durch Schädlinge verringern, Erträge steigern und zur Verringerung von Hunger beitragen. Im Mittelpunkt steht dabei der US-amerikanische Saatgutkonzern Monsanto.
The GMO Emperor Has No Clothes. A Global Citizens Report on the State of GMOs - False Promises, Failed Technologies. Link
Weitere Literaturhinweise:
Wer beherrscht unser Essen?
Oktober 2011: Die Konzentration in der Agrarindustrie schreitet voran, immer weniger Konzerne kontrollieren die "Wertschöpfungsketten" von der Produktion bis zum Verbrauch. Die Broschüre dekliniert für Futtermittel, Tierzucht, Saatgut, Düngemittel, Pestizide und Nahrungsmittelerzeugung, -handel und -verarbeitung faktenreich und anschaulich durch, welche Firmen die Preise, Geschäftsbedingungen und politischen Rahmenbedingungen bestimmen.
Agropoly - Wenige Konzerne beherrschen die weltweite Lebensmittelproduktion. April 2011. Bezug (CHF 6.-): Erklärung von Bern
Politischer Rückenwind für indische Agrarinvestoren
August 2011: Um langfristig die Nahrungsmittelversorgung zu sichern, fördert die indische Regierung Investitionen indischer Agrarunternehmen im Ausland, besonders in Afrika. Auch nationale Unternehmerverbände fungieren als Wegbereiter. Der Bericht, der erstmals für Indien systematisch darstellt, wie diese staatlich-private Partnerschaft abläuft, versucht auch, ihre negativen Auswirkungen zu erfassen und lässt indische Aktivisten zu Wort kommen.
India's Role in the New Global Farmland Grab. By Rick Rowden. New Delhi August 2011. Link
Der Beitrag der Finanzmärkte zum Hunger
August 2011: Als Beitrag zur kontroversen Debatte über die Rolle der Finanzspekulation bei den Preissteigerungen für Grundnahrungsmittel hat die Deutsche Welthungerhilfe diese Studie in Auftrag gegeben. Danach trägt das Engagement von Kapitalanlegern auf den Getreidemärkten bis zu 15 Prozent zu Preisniveauerhöhungen bei, wobei die Einflüsse allerdings "noch nicht hinreichend erforscht" seien. Sie erklärt die Zusammenhänge zwischen Getreide- und Finanzmärkten, hilfreich aber auch der Überblick über die Entwicklungen auf den Weltmärkten für Weizen, Mais, Reis und Soja und der Versuch, die Auswirkungen der Preissteigerungen auf einige Länder (Haiti, Kenia, Mali und Nepal) abzuschätzen. Und sie diskutiert verschiedene Gegenmaßnahmen, die vorgeschlagen wurden, darunter Positionslimits und das Verbot des Handels mit Agrargüterderivaten außerhalb der Börsen.
Hans. H. Bass, Finanzmärkte als Hungerverursacher? Bremen, März 2011 (pdf-Datei, 84 Seiten). Link
Siehe dazu auch: Price volatility and food security. A report by the High Level Panel of Experts on Food Security and Nutrition. July 2011 (Committee on World Food Security) Link (pdf-Datei 1,48 MB). Und den Literaturhinweis: Mit Getreidevorräten gegen die Spekulation.
Regionale Küche mit Fleischgang
Mai 2011: Ein weiteres Buch, das für einen vernünftigen Fleischkonsum plädiert. Die Argumentation, dass "nur eine Landwirtschaft mit Tierhaltung wirklich nachhaltig" sei und es generell entscheidend sei zu wissen, wie und wo das Essen auf dem eigenen Teller erzeugt wird, kritisiert sowohl die industrielle Landwirtschaft als auch die radikale Tierrechtsbewegung und ihre 'moralische Empörung'.
Theresa Bäuerlein, Fleisch essen, Tiere lieben. Wo Vegetarier sich irren und was Fleischesser besser machen können. München 2011 (Ludwig Verlag)
Siehe auch: Anita Idel, Die Kuh ist kein Klimakiller! Simon Fairlie, Meat: a Benign Extravagance
Projektion der FAO legitimiert Agrarindustrie
Mai 2011: Die Behauptung der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO, angesichts der Hungerkrise sei eine Steigerung der Lebensmittelproduktion um 70 Prozent bis 2050 erforderlich, wird gerne zitiert, um eine weltweite industrielle Intensivierung der Landwirtschaft zu legitimieren. Eine neue Studie weist darauf hin, dass diese Projektion fragwürdig ist: Einerseits setze die FAO den Nachfragezuwachs viel zu hoch an, andererseits würden wichtige Faktoren wie eine Verringerung von Nachernteverlusten oder des Fleischkonsums, die das Angebot vergrößern könnten, unterbewertet. In jedem Fall würde eine größere Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln aber nicht ausreichen, um den armutsbedingten Hunger zu verringern.
How to Feed the World's Growing Billions. Understanding FAO World Food Projections and their Implications. Herausgegeben von Heinrich Böll Stifung und WWF Deutschland, April 2011. Zum Download
Staatsausgaben für Landwirtschaft: Versprochen, gebrochen
April 2011: Die Informations-Plattform mit der komplizierten Bezeichnung ReSAKSS (Regional Strategic Analysis and Knowledge Support System), angesiedelt beim Weltbank-nahen Internationalen Forschungsinstitut für Ernährungspolitik, IFPRI, hat eine Bestandsaufnahme veröffentlicht, inwieweit Regierungen in Afrika ihre Selbstverpflichtung im Rahmen des Plans für die landwirtschaftliche Entwicklung für Afrika (CAADP) erfüllen. Danach haben bis 2009 lediglich sechs Länder (Burkina Faso, Guinea, Mali, Niger, Senegal und Äthiopien) die Zusage eingehalten, zehn Prozent der Staatsausgaben für die Landwirtschaft bereit zu stellen. Die Studie bietet viele Informationen - für Menschen, die Zahlen lieben und wissen, wie sie damit umgehen müssen.
Monitoring African Agricultural Development Processes and Performance, by Samuel Benin u.a.. ReSAKSS Annual Trends and Outlook Report 2010. Link (pdf-Datei 3,7 MB)
Ernährungssicherheit in Afrika
April 2011: In der Reihe "Perspectives. Political analysis and commentary from Africa" legt die Heinrich-Böll-Stiftung ein Themenheft zu "Food Security in Africa" mit Beiträgen afrikanischer Autorinnen und Autoren vor, darunter Ruth Hall zu Land Grabbing und Fallstudien zu Äthiopien, Kenia, Nigeria und der Versorgung südafrikanischer Städte. Link
Mit Getreidevorräten gegen die Spekulation
März 2011: Staatliche Getreidevorräte sind seit Jahrhunderten ein Mittel, um die Folgen von Ernteausfällen abzufedern. Länder wie Indien oder China nutzen sie aber auch, um Produzenten- und Verbraucherpreise gegen Schwankungen zu stabilisieren. Doch seit den 1980er Jahren haben viele Länder diese Vorsorgemaßnahmen aufgegeben und wurden damit immer abhängiger von Importen von Grundnahrungsmitteln. Mit der Nahrungsmittelkrise und den – teils spekulativen - Preisausschlägen kam wieder eine Debatte über Getreidereserven in Gang. Mehr
Der Griff nach dem Land - Literatur-Update März 2011
22. März 2011: Keine drei Jahre, nachdem GRAIN mit seinem Bericht „Land grab!“ auf das Thema aufmerksam gemacht hat, ist die großflächige kommerzielle Landnahme fest in der politischen Diskussion verankert. Immer neue Fälle werden bekannt, immer weitere Aspekte aufgerollt. Auch der Widerstand gegen einzelne Vorhaben und die Strategien, wie Politik, Bauernorganisationen und Zivilgesellschaft auf die Risiken und Gefahren antworten können, entwickeln sich. Insgesamt werden die Lage, die Themen und die Diskussion immer vielfältiger, aber auch unübersichtlicher. Deshalb ein weiteres globe-spotting-Update
EU-Agrarreform und Ernährungssicherheit
23. Februar 2011: APRODEV, ein Verband von 16 europäischen Entwicklungs- und Hilfsorganisationen, hat sechs kurze Texte (Lobby Briefs) erstellt, in denen die Auswirkungen der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (Common Agricultural Policy, CAP) der EU auf die globalen Agrarmärkte und die Versorgungssituation mit Nahrungsmitteln in den Ländern des globalen Südens analysiert werden. Themen sind u.a. die internationale Verantwortung der EU als größter Agrarhändler, die Gefahren geplanter Handelsregelungen und die Gefährdung der Ernährungssicherheit durch billige Exporte ('Dumping') und stetig steigende Futtermittelimporte. Als Download (pdf) bei APRODEV
Texte zu Tierfabriken
Brighter Green ist ein nichtkommerzieller Themendienst, der unter anderem Blogs und Artikel zur industriellen Fleischproduktion und ihren Auswirkungen sammelt.
Die Kuh als Sündenbock (2010)
Dezember 2010: Das Bild der Kuh als Sündenbock ist zwar schief, drückt aber aus, was Anita Idel mit ihrem Buch zeigen will: Die Schuldzuweisungen an Rinder als Verursacher von Desertifikation, von Klimawandel oder von Hunger, weil sie Getreide fressen anstatt Gras, sind gefälscht. Nicht die Weidehaltung von Rindern verursacht Probleme, sondern die industriellen Fleischfabriken der Agrarindustrie, die die Ernährungsindustrie und die Supermarkt-Theken beliefern. Dem setzt Idel die Alternative von Rindern und ihrer Halter als "Landschaftsgärtner" gegenüber.
Anita Idel, Die Kuh ist kein Klima-Killer! Wie die Agrarindustrie die Erde verwüstet und was wir dagegen tun können. Marburg (Metropolis) 2010
Der Griff nach dem Land - Literaturübersicht (Update November 2010)
15. November 2010: Seit dem globe-spotting-Literaturüberblick vom September 2010 gab es eine Reihe interessanter neuer Publikationen und Diskussionen zum Thema Land grab, von denen die meisten auf http://farmlandgrab.org/ zugänglich sind. Ein Update Mehr
Handbuch Welternährung (2010)
Oktober 2010: Ernährungsfragen, von Hunger bis Übergewicht, und bäuerliche Landwirtschaft sind die wichtigsten inhaltlichen Themenstränge, die sich durch dieses Handbuch ziehen. Daneben werden eine Vielzahl von Aspekten angesprochen, wobei die Ursachenanalyse hinter den Vorschlägen für politische Maßnahmen zurück bleibt. Besonders auffällig, dass die Rolle der Industrie, von den Saatgut- und Düngemittelkonzernen über Cargill & Co, die den Welthandel dominieren, bis zu Verarbeitern und Supermarktketten weitgehend ausgeblendet wird.
Lioba Weingärtner, Claudia Trentmann, Handbuch Welternährung. Herausgegeben von Deutsche Welthungerhilfe. Frankfurt/New York 2010 (Campus)
Schädliche Bohnen (2010)
Dass der Anbau von Soja in riesigen Monokulturen schwere Umweltschäden verursacht und zur Vernichtung tropischer Wälder beiträgt, dass Soja zu den Pionierpflanzen der Gentechnologie gehört und dass die Massentierhaltung ohne die Bohne kaum möglich wäre - all das erschüttert die Agrarindustrie nicht. Norbert Suchanek setzt deshalb mit seinem kleinen Überblick über die vielfältigen Probleme zusätzlich noch an einer anderen Stelle an: Er wertet Studien aus die nachweisen, dass Soja gesundheitsschädlich sein kann, und versucht damit, das gesunde Soja-Image zu unterminieren.
Norbert Suchanek, Der Soja-Wahn. Wie eine Bohne ins Zwielicht gerät. Oekom Verlag 2010
Der Griff nach dem Land - eine Literaturübersicht (September 2010)
29. September 2010: Die Veröffentlichungen über Land grabbing, also über die Verpachtung oder den Verkauf von großen Ländereien an Investoren und Spekulanten, sind inzwischen so unübersichtlich geworden wie die Landnahmeverträge und -vereinbarungen selbst - ein Versuch, sie ein wenig zu sortieren. Mehr
Fleisch, ja bitte .... (September 2010)
September 2010: .... aber anders erzeugt. Simon Fairlie zeigt an zahlreichen Beispielen die Vorzüge einer angepassten Tierhaltung: Schweine als Resteverwerter, grasende Rinder, zusätzlich mit Stroh gefüttert, würden nicht nur Abfälle verringern, sondern auch mehr Getreide für die Ernährung übrig lassen. Fairlie nimmt auch die Berechnungen über den Beitrag der Fleischproduktion zum Klimawandel auseinander, eine Ehrenrettung für die extensive Viehhaltung. Nicht der Mensch als Fleischesser sei das Problem, so die Schlußfolgerung seiner faktenreichen Auseinandersetzung unter anderem mit Argumenten für einen völligen Verzicht, sondern die Industrie.
Simon Fairlie, Meat: a Benign Extravagance. (Hyden House) September 2010
Europas Hilfe für Afrikas Landwirtschaft (2010)
Der Titel weckt Erwartungen: Die Studie will eine Analyse der europäischen Hilfe für die Landwirtschaft in Afrika südlich der Sahara liefern – allerdings nur eine „vorläufige“. Und über Erkenntnisse wie die, dass die Mittel bis vor Kurzem dramatisch gekürzt wurden, dass Länder wie Frankreich und Großbritannien mehr Geld an ihre ehemaligen Kolonien geben oder dass die Zusagen oftmals höher sind als der tatsächlichen Mittelabfluss kommt die Studie kaum hinaus. Interessant unter anderem, dass die Finanzierung von Maßnahmen, die direkt der bäuerlichen Landwirtschaft zu gute kämen, meist den geringsten Anteil haben. Unklar bleibt, welche Bereiche sinnvoller Weise gefördert werden sollten, ebenso der Beitrag zum landwirtschaftlichen Wachstum. Immerhin handelte es sich allein 2007 um 3,8 Milliarden US-Dollar – ohne die Mittel, die zusätzlich durch multilaterale Institutionen verteilt wurden. Dafür, so das Resümee, sind weitere Studien notwendig.
Bruce Hearn, et al., A Preliminary Analysis of European Assistance to Agriculture in Sub-Saharan Africa. Imperial College, London, 2010
Wider die Ernährungsdiktatur (2010)
Nach ihrem Buch "Die Einkaufsrevolution" (2006) weitet Tanja Busse jetzt den Themenbereich auf globale Agrarfragen aus, genauer, auf die Zusammenhänge zwischen Verbrauchern in Industrieländern und den Strategien der Ernährungsindustrie weltweit. Thematische Schwerpunkte sind die globale Industrialisierung der Landwirtschaft, ihre Auswirkungen darauf, dass in vielen Ländern nach wie vor verbreitet Hunger herrscht, und die Folgen für die Nahrungsmittel, die auf den Esstisch kommen. Hoffnungen setzt sie vor allem auf kritischen Konsum, der Politik und Industrie zum Handel zwingen soll, und auf die Rückkehr zum eigenen Garten.
Tanja Busse, Die Ernährungsdiktatur. Warum wir nicht länger essen dürfen, was die Industrie uns auftischt. Karl Blessing Verlag 2010. Leseprobe
Hunger ist machbar, Herr Nachbar (April 2010)
Der renommierte Globalisierungskritiker Walden Bello sieht nicht etwa gestiegene Nachfrage durch Bevölkerungswachstum und Konsumverhalten als entscheidende Ursachen für den Preisanstieg bei Grundnahrungsmitteln, sondern die Neuausrichtung der Agrarpolitik durch Weltbank und Internationalen Währungsfonds. Sie förderte die kommerzielle Landwirtschaft und machte viele Regionen, insbesondere in Afrika, durch Handelsliberalisierung zu Nahrungsmittelempfängern. Diese Politik stellt er in den historischen Prozess der kapitalistischen Transformation der Landwirtschaft in den vergangenen vier Jahrhunderten, zeigt aber auch den aufkommenden Widerstand gegen die Agrarindustrie, der längst weit über Bauernbewegungen wie La Via Campesina hinaus geht.
Walden Bello, Politik des Hungers. Hamburg/Berlin (Assoziation A) April 2010
Agrobusiness und das Recht auf Nahrung (Dezember 2009)
In seinem Bericht "Agribusiness and the right to food" vom 22. Dezember 2009 untersucht der UN-Berichterstatter für das Recht auf Nahrung, Olivier De Schutter, die Auswirkungen der globalen Wertschöpfungsketten im Nahrungsmittelbereich auf kleinbäuerliche Betriebe und Landarbeiter. Die Auswirkungen auf das Recht auf Nahrung seien "gewaltig und manchmal negativ", stellt er fest, "was zum Teil erklärt, warum Kleinbauern in Entwicklungsländern die größte Gruppe unter den Hungernden in der Welt sind." Nahrungsmittelstandards benachteiligen kleinbäuerliche Betriebe, Preisdruck wird als Druck auf Arbeitsbedingungen und Löhne von Landarbeitern weitergegeben.
Durch die Unterstützung von Genossenschaften, Verbesserungen bei Anbauverträgen zwischen Konzernen und bäuerlichen Betrieben, die Einrichtung von Beschwerde-Institutionen und größeres Verantwortungsbewusstsein für das Recht auf Nahrung könnten Regierungen und Unternehmen dazu beitragen, dass die Ernährungsindustrie zukünftig stärker als gegenwärtig zur Beseitigung des Hungers beiträgt.
Agribusiness and the right to food. Report of the Special Rapporteur on the right to food, Olivier De Schutter. United Nations, General Assembly, 22 December 2009, A/HRC/13/33. Der Bericht als Download (pdf-Datei)
Neues über die Ausplünderung von Afrikas Reichtum (2009)
Zwar ist das Buch mit Beiträgen namhafter südafrikanischer, US-amerikanischer und europäischer WissenschaftlerInnen vor dem "Land grabbing", dem plötzlichen Interesse von Finanz- und Agrarinvestoren an Land und Landwirtschaft in Afrika,entstanden, doch wäre das nur ein weiteres Beispiel für den zunehmenden Zugriff auf die Ressourcen des Kontinents, der an zahlreichen Beispielen - von Erdöl und Bergbau über Fisch bis zu genetischen Ressourcen - analysiert wird, untermauert durch gründlich recherchierte Daten und Fakten. Vieles davon trägt auch dazu bei, die neue Landnahme besser zu verstehen. Dazu kommen übergreifende Analysen, die diese Eingriffe und ihre Auswirkungen auf Politik, Umwelt und Gesellschaft mit früheren Zugriffen wie Imperialismus, Neoliberalismus und ungleichen Handelsregimen vergleichen, die aber neben den bekannten Akteuren wie multinationale Konzerne, korrupte Regierungen und Institutionen, die die Regeln für globale Märkte und Handlungsspielräume für Afrikas Regierungen festlegen, auch neue Akteure wie Indien und Südafrika vorstellen - zu China allerdings gibt es leider nur einige verstreute Informationen, aber kein eigenes Kapitel.
Roger Southhall; Henning Melber (eds.), A New Scramble for Africa? Imperialism, Investment and Development. 2009 (University of KwaZulu-Natal Press). Bezug
Peak Soil - Die globale Jagd nach Land (2009)
Ausländische Direktinvestitionen in die Landwirtschaft in Asien, Afrika und Lateinamerika, die in jüngster Zeit Schlagzeilen machten, sind sowohl Ausdruck einer umfassenden Agrarkrise, als auch einer dadurch beschleunigten kommerziellen Inwertsetzung der Landwirtschaft. Im Zentrum steht dabei die zunehmende Landverknappung ("Peak Soil"), deren Ursachen und Auswirkungen Thomas Fritz knapp umreisst. Nach einer Darstellung und Analyse der "neuen Landnahme", ihrer Triebkräfte und Akteure, weitet er den Blick auf die Rolle, die internationale Organisationen wie die Weltbank dabei spielen, den Zusammenhang zwischen Landfrage und Konflikten, unter anderem in Pakistan, Kolumbien und Simbabwe, und den Verdrängungsprozess, dem die bäuerliche Landwirtschaft dadurch ausgesetzt wird. Das Buch bietet damit einen gleichzeitig kompakten und umfassenden Einstieg in das Thema.
Thomas Fritz: Peak Soil - Die globale Jagd nach Land. Berlin (FDCL-Verlag) 2009, 164 Seiten, 12,00 €. Bezug: info@
fdcl.org
Afrika: Der Optimismus hat viele Gesichter (2009)
Dezember 2009: Afrika-Optimismus hat Konjunktur. Die natürlichen Ressourcen des Kontinents ziehen wieder verstärkt Investoren an, was sich - zumindest für einige Länder - in Wirtschaftswachstum niederschlägt. Der Optimismus von Walter Eberlei gründet sich dagegen vor allem auf der Kooperation von Staat, internationalen Gebern und Zivilgesellschaft bei der Armutsbekämpfung, beispielsweise bei den von der Weltbank inspirierten Poverty Reduction Strategies (PRS) mit einer - dem Anspruch nach - armutsorientierten Regierungspolitik vor allem im Bildungs- und Gesundheitsbereich, Partizipation der Zivilgesellschaft und armutsorientierter Entwicklungszusammenarbeit. Sein Optimismus hat, wenn er denn überhaupt begründet ist, allerdings wenig Beziehung zum Optimismus von Investoren und internationalen Finanzinstitutionen wie der Weltbank, der durch die globale Neubewertung von Ressourcen - zum Beispiel Land - ausgelöst wurde. Und die Landwirtschaft, so wichtig für eine materiell fundierte Armutsminderung in Afrika, spielt kaum eine Rolle.
Walter Eberlei, Afrikas Wege aus der Armutsfalle. Frankfurt am Main 2009 (Brandes & Apsel)
Siehe auch: Dominic Johnson, Afrika vor dem großen Sprung. Berlin 2011 (Verlag Klaus Wagenbach)
Wer kontrolliert das Welternährungssystem? (2009)
Der Bericht Right to Food and Nutrition Watch 2009, der zukünftig jährlich erscheinen soll, will kontinuierlich die Politik von Regierungen und zwischenstaatlichen Institutionen beobachten, inwieweit sie zur Verwirklichung des Rechts auf Nahrung beitragen – oder aber dagegen verstoßen. Öffentlicher Druck soll erzeugt, aber auch wichtige Informationen an ein breites Publikum vermittelt werden, unter anderem über erfolgreiche Ansätze. Zudem soll er eine Plattform werden für den Informationsaustausch, wie die Umsetzung des Rechts auf Nahrung vorangetrieben werden kann.
Passend zum Weltgipfel für Ernährungssicherheit in Rom Mitte November ist der Themenschwerpunkt des Berichts 2009 die Frage: „Wer kontrolliert die Entscheidungsstrukturen des Welternährungssystems?“, unter anderem mit einem Beitrag des UN-Berichterstatters für das Recht auf Nahrung, Olivier De Schutter. In einem Länder- beziehungsweise Regionalteil wird zudem die Ernährungssituation und -politik in einer Reihe von Ländern untersucht. Eine CD vertieft und erweitert einzelne Beiträge.
Right to Food and Nutrition Watch 2009. Published by Brot für die Welt, ICCO und FIAN International, October 2009. Als Download (pdf-Datei 640 kb) zum Beispiel von der FIAN-Website
Globale Hungerkrise (2009)
Das Buch behandelt ein breites Spektrum von Ursachen und Auswirkungen der Hungerkrise, verfasst überwiegend von MitarbeiterInnen zivilgesellschaftlicher Organisationen, die im Agrar- und Ernährungsbereich engagiert sind, aber auch von Wissenschaftlern und Gewerkschaftern. Insbesondere die Rolle der Globalisierung, internationaler Finanz- und Handelsinstitutionen und Transnationaler Konzerne wird analysiert. Und es wird diskutiert, inwieweit Konzepte wie Menschenrechte und Ernährungssouveränität geeignet sind, um solidarische Handlungsansätze und gesellschaftlichen Gegendruck zu entwickeln. Inhaltsverzeichnis und Leseprobe (pdf-Datei) auf der Verlags-Website
Michael Bergstreser, u.a. (Hrsg.): Globale Hungerkrise. Der Kampf um das Menschenrecht auf Nahrung. Hamburg (VSA) 2009, 192 Seiten, 12,80 €
Kein Brot für die Welt (2009)
Kehrt der Hunger zurück? Die Frage des Klappentextes, die angesichts einer Milliarde hungernder Menschen gelinde gesagt verwundert, mag auf den Wunsch des Verlages nach einem reißerischen Aufmacher zurückzuführen sein. Das Buch des WDR-Journalisten Wilfried Bommert selbst bietet eine recht umfassende Darstellung der immer problematischer werdenden Produktionsbedingungen der Landwirtschaft – erschöpfte Böden, Klimaveränderungen, Wassermangel, Verlust der Artenvielfalt -, eine Situation, die dramatisch genug ist. Weitere Themen sind die negativen Auswirkungen der industriellen Tierhaltung, des Anbaus von Agrartreibstoffen und der Vernachlässigung der öffentlichen Agrarforschung. Im Vergleich zum düsteren Szenario fällt die Analyse der Ursachen, die sich weitgehend auf das Versagen der Ernährungspolitik beschränkt, arg schablonenhaft aus, und auch die Lösungsperspektiven bleiben dürftig.
Wilfried Bommer, Kein Brot für die Welt. Die Zukunft der Welternährung. München (Riemann) 2009. Leseprobe
Journal of Agrarian Change, 'Agribusiness for Development': Who Really Gains? (2009)
Im April 2009 organisierte das Journal of Agrarian Change ein Symposium, das sich kritisch mit dem Weltentwicklungsbericht 2008 der Weltbank, 'Agribusiness for Development', auseinandersetzte. Die Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit den Auswirkungen der Weltbank-Politik auf kleinbäuerliche Betriebe in Afrika (Kojo S. Amanor), mit den Reaktionen zivilgesellschaftlicher Organisationen auf den Bericht (Matteo Rizzo) und mit Lösungen für Produktivitätsprobleme der Landwirtschaft in Afrika (Philip Woodhouse).
Eine Zusammenfassung von Hannah Bargawi und Carlos Oya: Development Viewpoint, Number 36, September 2009 (pdf-Datei 187 kb).
Die Beiträge können als pdf-Dateien heruntergeladen werden (Wiley InterScience): Journal of Agrarian Change, Volume 9 Issue 2, Pages 155-313 (April 2009)
Schlafender Riese oder hässlicher Zwerg? (2009)
August 2009: Die Dimensionen sind wahrlich gigantisch! „Ein gewaltiger Streifen afrikanischer Savanne, der sich durch 25 Länder zieht, hat das Potenzial, mehrere afrikanische Länder zu Global Players bei der Erzeugung agrarischer Massenprodukte zu machen“, heißt es in der Pressemitteilung der UN-Landwirtschaftsorganisation vom 22. Juni 2009. Vier Millionen Quadratkilometer der Guinea-Savanne, eine Fläche elf Mal so groß wie Deutschland, könnten für die kommerzielle Landwirtschaft erschlossen werden, verkündet die FAO, „eine der größten, bislang kaum genutzten Landreserven der Welt“. Rein rechnerisch könnte damit jede zweite afrikanische Familie mit vier Hektar Land versorgt werden – bei entsprechender Unterstützung genug für ein Leben ohne Armut. Doch dazu wird es wohl nicht kommen: Eine Besprechung (pdf-Datei 113 kb)
Awakening Africa's Sleeping Giant – Prospects for Commercial Agriculture in the Guinea Savannah Zone and Beyond, by Michael Morris, Hans P. Binswanger-Mkhize, Derek Byerlee, published June 2009 by World Bank. Link (pdf-Datei 1.67 MB)
Biotechnologie am Ende? Aber nicht tot! (2008)
Das Schaf Dolly, das erste geklonte Säugetier, lebte nur sechs Jahre. Christoph Then, Gründer der Initiative "Kein Patent auf Leben", geht seiner Geschichte nach, ebenso wie weiteren Beispielen der Biotechnologie, ihres Werdegangs und den unabsehbaren Folgen für Mensch und Umwelt. Als Ausdruck eines falschen wissenschaftlichen Modells, angesichts zahlreicher fehlgeschlagener Versuche und uneingelöster Versprechungen ist die Biotechnologie seiner Meinung nach eigentlich am Ende. Wirtschaftliche Interessen halten sie jedoch nach wie vor am Leben - und die möglichen Alternativen klein.
Christoph Then, Dolly ist tot. Biotechnologie am Wendepunkt. Zürich (Rotpunktverlag) 2008
Hunger und Nahrungsmittelkrise (2008)
Dezember 2008: Das Schwerpunktthema der Zeitschrift Marxistische Erneuerung analysiert die aktuelle Nahrungsmittelkrise sowohl in ihren langfristigen, strukturellen Ursachen, als Ergebnis der Finanzkrise und in ihren konkreten Erscheinungsformen wie den Auswirkungen der Gensojaproduktion in Brasilien oder der europäischen Handelspolitik auf die Produktion von Nahrungsmitteln in Ghana.
Z. - Zeitschrift Marxistische Erneuerung. Nr. 76, Dezember 2008. Link
Flächenverbrauch für Fleisch und Agrartreibstoffe (2008)
November 2008: Welche Anbauflächen werden in Europa und ausserhalb benötigt, um Soja für die Produktion von Milch und Fleisch in Deutschland zu erzeugen? Und wie viel Hektar für Agrartreibstoffe? Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass 2007 allein dafür mindestens 4,9 Millionen Hektar Fläche genutzt werden - die Größe von MeckPmm, dem Saarland und Hessen zusammen. Ein Großteil dieser Ländereien liegt in Brasilien und Argentinien.
Für Fleisch nicht die Bohne! Futter und Agrokraftstoff - Flächenkonkurrenz im Doppelpack. Erstellt im Auftag des BUND, Berlin, November 2008. Bezug(Kurzfassung): BUND
Der weltweite Tod der Bauernschaft, revisited (2008)
Der britische Historiker Eric Hobsbawm hat als das entscheidende »Modernisierungs«-Ereignis des 20. Jahrhunderts den weltweiten Tod der Bauernschaft ausgemacht. Ähnlich prognostizierte bereits in den 1970er Jahren Ernest Feder, dass die Bauern quasi naturgesetzlich als eine eigene »Spezies« durch die Globalisierung nahezu »ausgerottet« werden würden. Der Titel des Buches von Hanns Wienold nimmt einerseits diese These der „Ausrottung“ auf, stellt ihr aber auch das Phänomen an die Seite, dass die kleinbäuerliche Landwirtschaft keineswegs verschwindet. Mehr
Afrikas Landwirtschaft und die Weltbank (2007)
Die Weltbank hat in den vergangenen dreissig Jahren eine entscheidende Rolle in der Agrarpolitik für Afrika gespielt. Strukturanpassungsprogramme zum Beispiel trugen zum Rückgang der Investitionen in die Landwirtschaft bei. Der Text reflektiert kritisch, wie der Weltentwicklungsbericht 2008 der Weltbank die Position Afrikas in der globalen Landwirtschaft sieht und untersucht insbesondere die Rolle, die die Bank bei der Förderung des privaten Sektors und der Ausrichtung der Agrarproduktion spielt. Die wirtschaftlichen und sozialen Entscheidungsspielräume der Bauern werden ebenso analysiert wie die Auswirkungen, die die Empfehlungen des Berichts für die bäuerliche Landwirtschaft haben könnten.
African Agriculture and The World Bank. Development or Impoverishment? Policy Dialogue No. 1, Uppslala 2007. Als pdf-Datei (1,6 MB) beim Nordiska Afrikainstitutet
Brust oder Bein? Das globale Huhn (2007)
Das 2007 erschienene Buch ist nach wie vor eine beeindruckende Studie über die globalen Produktions- und Wertschöpfungsketten in der Fleischindustrie. Ausgehend von der profitablen Praxis führender Konzerne, Hühnerteile, die in Europa aufgrund der Vorliebe für Brust und Schenkel nicht mehr verkauft werden können, nach Afrika zu exportieren und dort die einheimische Hühnerhaltung zu verdrängen, zeigt das Buch die Entwicklungsstufen der Industrie auf: Wie wurde das Huhn zur Ware, wer zieht die Fäden und welche Auswege gibt es?
Francisco Marì, Rudolf Buntzel, Das globale Huhn. Hühnerbrust und chicken wings - wer isst den Rest? Brandes & Apsel (2007) Frankfurt.
Siehe auch: Ulrich Petschow, Anita Idel, Das globale Huhn. In: PROKLA, Heft 135, 2004, Nr. 2, 263-285, als Download (pdf-Datei 140 kb)
Agrar-Kolonialismus in Afrika (2007)
Uwe Hoering, Agrar-Kolonialismus in Afrika. Eine andere Landwirtschaft ist möglich. Hamburg (VSA-Verlag) 2007
Selbstbestimmte Lösungen können die Probleme von Afrikas Landwirtschaft überwinden - das zeigen viele Beispiele. Doch sie sind gefährdet, wenn es dem Machtkartell von Wirtschaft, Regierungen und internationalen Entwicklungsorganisationen gelingen sollte, seine Vorstellungen einer "Grünen Revolution" durchzusetzen.
Inhalt und Leseprobe
“Livestock Revolution” revisited (2006)
Wirtschaftswachstum, Urbanisierung und Bevölkerungszuwachs in vielen Entwicklungsländern haben dazu beigetragen, dass weltweit die Erzeugung von Fleisch sprunghaft gestiegen ist. Erhebliche öffentliche Gelder wurden für die Unterstützung der Tierhaltungs-Industrie ausgegeben. Ein wichtiger Anhänger der Nachfrage-Theorie, das International Food Policy Research Institute (IFPRI) in Washington, rief angesichts dieses Aufschwungs 1999 die “Livestock Revolution” aus. Unter anderem prognostizierte es einen Anstieg der Nachfrage nach Fleisch von 184 Millionen Tonnen 1993 auf 303 Millionen Tonnen im Jahr 2020. Sechs Jahre später wies die Weltbank in ihrem Bericht „Managing the Livestock Revolution“ auf einige Leerstellen des IFPRI-Berichts hin, zum Beispiel die Folgen der “Revolution” für die Umwelt, die öffentliche Gesundheit und die soziale Situation, und machte Vorschläge, um “die negativen Auswirkungen” einzudämmen. Ein Jahr später warf die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO mit “The Livestock’s Long Shadow” besonders die Frage nach den Auswirkungen der Tierhaltung auf das Klima auf.
Livestock to 2020 – The Next Food Revolution. Food, Agriculture and the Environment Discussion Paper 28. IFPRI/FAO/ILRI 1999. (IFPRI, pdf-Datei, 84 Seiten)
Kurzfassung: Livestock to 2020: The Next Food Revolution. IFPRI 2020 Brief No. 61. October 1999
The World Bank, Managing the Livestock Revolution. Policy and Technology to Address the Negative Impact of a Fast Growing Sector. Washington D.C. 2005.
FAO, The Livestock's Long Shadow. Rome 2006. Zusammenfassung, von Uwe Hoering: (Download, pdf-Datei 120 kb)